In der Lucas-Cranach-Stadt gibt es nun auch eine Archäologische Arbeitsgruppe Kronach (AAK). Diese wurde bei ihrer ersten Zusammenkunft im Rahmen einer Exkursion vorgestellt – und sie lässt gleich zum Auftakt keine Zweifel mehr daran, dass Kronach älter ist als bisher angenommen. Die Gruppe ist eine lose Gemeinschaft geschichtsinteressierter Menschen, weshalb es keine Vorsitzenden gibt.

Die Archäologin Julia Blumenröther erörterte die Entstehung der Arbeitsgruppe. Sie berichtete von einem Arbeitsgespräch, zu dem der Museologe der Stadt, Alexander Süss, schon 2017 eingeladen hatte. Dabei ging es zunächst um die Frage, wer etwas zu einer geschichtlichen Ausstellung , die in der Festung geplant sei, beitragen könne. Dabei wurde auch der Wunsch geäußert, der Heunischenburg wieder mehr Beachtung zu schenken.

Corona sorgt für Zwangspause

Um Zuschüsse zu erhalten, war es nötig, einen gemeinnützigen Verein oder eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer zu finden. Zunächst führten Blumenröther und Philipp Schinkel, mit Unterstützung einer Gruppe von Ehrenamtlichen, geomagnetische Untersuchungen durch. Angespornt durch die ersten Erfolge schlug Gregor Förtsch vor, die frühmittelalterliche Siedlung bei Friesen, die er für das Ur-Kronach halte, ebenfalls durch eine geomagnetische Messung zu untersuchen. Dazu wurde 2019 eine AAK ins Leben gerufen. Von Februar bis April konnte mit Unterstützung der Ehrenamtlichen eine Fläche von sechs Hektar untersucht werden.

Interessenten sind willkommen

Coronabedingt konnte sich die Gruppe erst jetzt wieder treffen. Die Arbeiten werden durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege koordiniert. Die Gruppe wird zukünftig weitere Projekte begleiten oder eigenständig durchführen. Derzeit haben sich 20 interessierte Bürger gemeldet, die die Arbeit der Gruppe unterstützen möchten. Interessierte Bürger können jederzeit dazustoßen und sind willkommen.

Zuständig für die Beantragung der Fördergelder war bisher Museologe Alexander Süss von der Stadt Kronach , da sich beide Grundstücke im Besitz der Stadt Kronach befinden. Die Organisation und Koordination vor Ort ( Messungen , Einteilung des Personals usw.) liegt in den Händen von Gregor Förtsch. eh