Bei der Herbst-Vollversammlung des Kreisjugendrings im Mitwitzer Wasserschloss standen die Neuwahlen im Vordergrund: Andy Fischer ( BDKJ ) wurde wieder als Vorsitzender , Philipp Wich ( BDKJ ) als sein Stellvertreter und Nadine Deckelmann (DLRG) sowie Stefanie Regel (BSJ) als Vorstandsmitglieder gewählt. Björn Schmittdiel hatte nicht mehr kandidiert.

Als Beisitzer wurden Stefanie Regel, Nadine Deckelmann und neu Heiko Stumpf aus Nordhalben gewählt. Kassenprüfer sind Michael Bär und Thomas Rau. Als Einzelpersönlichkeiten wurden Susanne Heinlein, Marie-Therese Wunder und Stefan Heinlein berufen. Zwei Plätze als Beiräte blieben unbesetzt.

Ziel ist, dass die Mitgliedsverbände zur Frühjahrsvollversammlung interessierte Leute für diese Positionen nominieren. „Es sind meine letzten zwei Jahre im Amt“, machte Vorsitzender Fischer deutlich. Da gelte es, neue Leute an die Vorstandsmitarbeit heranzuführen, appellierte er. „Das Konstrukt Kreisjugendring funktioniert, solange sich Leute zur Verfügung stellen.“

Die Richtlinien anpassen

Volle Zustimmung fand folgender Antrag: Der Vorstand soll sich wegen der Preissteigerungen mit den Bezuschussungen von Maßnahmen auseinandersetzen. Die Preise in Übernachtungshäusern und für Reisen steigen erheblich. Da wäre es an der Zeit, die Richtlinien anzupassen. Viele Preise werden nach oben gehen, betonte auch KJR-Vorsitzender Andy Fischer. „Besser wir reagieren jetzt als zu spät“, sagte Willi Pechtold von den Pfadfindern . „Es wird alles teurer“, unterstützte auch der langjährige evangelische Dekanatsjugendreferent Erich Gahnz den Antrag. Auch die Zuschusshöchstgrenze müsste angegangen werden. Einhellig wurde der Vorstand beauftragt, sich mit den Förderrichtlinien auseinanderzusetzen.

Die Jugendarbeit nach Corona ist wieder angelaufen, freute sich stellvertretender Landrat Gerhard Wunder . Viele Veranstaltungen werden wieder angeboten. „Man merkt wie Kinder und Jugendlich sich danach gesehnt haben, sich wieder treffen zu können.“ Demokratie leben beginne ganz klein. In den Verbänden werde jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich einzubringen. Letztlich funktioniere dies nur, wenn verantwortungsvolle Menschen sich engagieren. „Ihr seid die Zukunft unseres Landkreises“, sagte Wunder den jungen Leuten. Eben weil die Jugend die Zukunft ist, hat der Markt Mitwitz viel getan, machte stellvertretender Bürgermeister Jürgen Kern deutlich.

„Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ändert sich gravierend. Sie sind verunsichert“, erklärte KJR-Bezirksvorsitzende Katharina Stubenrauch. Gerade in solchen Zeiten brauchen Kinder und Jugendliche einen Anker. „Egal wie viel Power man hat − irgendwo bist du richtig.“ Jedem jungen Menschen soll geholfen werden, seinen Platz zu finden. „Finde dein Irgendwo“, brachte sie es auf den Punkt.

In einem Bericht wurde festgestellt, dass die Jugendarbeit während Corona um 50 Prozent zurückgegangen sei. Geschäftsführerin Eva Wicklein erklärte anschließend den Arbeitsplan für das kommende Jahr. Den Ferienpass werde es weiter geben, auch Freizeitfahrten werden angeboten. Das Landkreismalbuch für Kinder wird kommen. Grundsätzlich wird es Ferien- und Freizeitaktivitäten geben. Das Kreisspielfest 2023 ist zudem bereits festgelegt. rg