Der Büchertreff, die Mehrfilm-Reihe im Kino, die Senioren- sowie Erwachsenenbildungsarbeit: Diese und viele weitere Aufgabengebiete tragen die Handschrift von Birgitta Staufer-Neubauer. Nach 36 Jahren im kirchlichen Dienst, davon zwölf Jahre in Kronach , beendete die beliebte Pastoralreferentin zum 31. August ihre hauptberufliche pastorale Arbeit in Kronach .

Welche Wertschätzung ihr entgegengebracht wird, belegte ihre Verabschiedung im Rahmen des Sonntagabendgottesdiensts, zu dem sich viele Weggefährten und Mitarbeiter aus dem Seelsorgebereich sowie darüber hinaus in der Pfarrkirche St. Johannes eingefunden hatten. „Deine große Gabe ist die Kommunikationsfähigkeit“, würdigte Pfarrer Thomas Teuchgräber, der 2009 gemeinsam mit ihr in Kronach eingeführt worden war und seitdem zwölf Jahre mit ihr im Seelsorgebereich zusammenarbeitete.

Birgitta Staufer-Neubauer sei aber schon vorher immer wieder in Kronach tätig gewesen, so dass sie hier insgesamt auf rund 15 Jahre kirchlichen Dienst zurückblicken könne. Bereits bei ihrer Einführung habe sie über einen immensen Erfahrungsschatz verfügt. Als Leiterin des Kronacher Büchertreffs habe sie vielen Menschen jeden Alters Zugang zum Lesen vermittelt; insbesondere auch durch viele kreative Ideen, Angebote und Veranstaltungen. Enorm entlastet habe sie ihn durch ihre Arbeit in der Erwachsenenbildung, wobei hier vor allem die erfolgreiche Filmauslesereihe „Mehrfilm“ in der Filmburg zu nennen sei. Als Leiterin des Seniorenkreises habe sie sich um ältere Mitbürger gekümmert, sich der Lektoren und Kommunionhelfer angenommen. „Manche Dinge und die zukünftige Aufgabenverteilung werden sich neu einspielen müssen“, verdeutlichte Teuchgräber, dass man in Zukunft mit weniger Personalstunden zurechtkommen müsse. Glücklicherweise bleibe Staufer-Neubauer für ihn i. R., also „in Reichweite“.

Langsam wie auf der „Schwäbschen Eisebahne“ kam sich PGR-Vorsitzender Stefan Lindinger vor. Nachdem man erst im Juli mit Pastoralreferentin Sarah Maria Röck-Damschen und Kaplan Florian Will zwei Waggons des Regionalexpress St. Johannes abkoppeln musste, werde nun ein weiterer auf ein ruhigeres Gleis abgestellt. „Dabei sind darin so wichtige Abteilungen untergebracht“, bedauerte er.

Mit Offenheit und Humor

Das Engagement, die Offenheit, das Einfühlungsvermögen sowie der Humor der Pastoralreferentin werden sehr fehlen. Dankenswerterweise werde sie einige ihrer „Bordprogramme“ weiter im Ehrenamt betreuen – so insbesondere die Leitung des Büchertreffs, so dass sich die beiden Gleise teilweise noch überschneiden. Für ihr neues Fahrziel wünschte er ihr viele wunderbare neue Aussichten, wofür er ihr als „Einstieg“ ein Heinrich- Schreiber-Kunstwerk zum Abschied überreichte.

Herzlich willkommen hießen er und der Stadtpfarrer die beiden neuen pastoralen Mitarbeiter , Gemeindereferentin Elfi Lurz und Kaplan Dominik Stehl, der auch den Gottesdienst mit zelebrierte und eine Predigt zum Thema Glaube und Hoffnung hielt. Dabei appellierte er an die Pfarrgemeinde , immer wieder auf Gott zu schauen und aus dem Glauben Hoffnung zu schöpfen – gerade auch dann, wenn unser Lebensweg hart, schwer und dunkel werde und wir vor großen Herausforderungen ständen. In Jesus Christus sei Gott auf die Welt gekommen, uns zu retten, Hoffnung und Kraft zu geben.

Musikalisch gestaltet wurde die Heilige Messe – auf Wunsch der Pastoralreferentin – vom Organisten Rainer Endres sowie Kilian Piontek und Günther Peppel von der Berufsfachschule für Musik. In beeindruckender Art und Weise brachten die beiden Musiker auf dem Marimba bzw. Vibraphon Stücke von Eckhard Kopetzki („Escape from Rio“), Alice Gomez („Rain Dance“) und Altmeister Johann Sebastian Bach zu Gehör. Anschließend waren alle Besucher zu einem Umtrunk im Pfarrzentrum unter Bewirtung durch das Bücherei-Team eingeladen.