Ein Sanitäter seit 70 Jahren, das ist Gerhard Güntzel. Auch wenn es die Gesundheit nicht mehr so zulässt, steht er stets hinter „seinem“ Roten Kreuz . Am 1. September 1951 trat er in die damalige Kolonne Steinwiesen ein und ist seitdem mit ganzem Herzen dabei. Er war lange Zeit ein fester Bestandteil der aktiven Mannschaft der Bereitschaft.

Von 1965 bis 1969 und von 1971 bis 1977 stand Gerhard Güntzel sogar an der Spitze der damaligen Sanitätskolonne. In den weiteren Jahren arbeitete er als stellvertretender Kreiskolonnenführer und BRK-Beauftragter in den Gremien auf Kreisebene mit. Hochqualifiziert durch zahlreiche Lehrgänge und als Ausbilder in Erster Hilfe gilt er bis heute als Synonym für kompetente und hochwertige Rotkreuz-Arbeit.

Güntzel ist Träger der Ehrennadel des BRK in Gold, der Verdienstmedaille der Bayerischen Sanitätskolonnen in Silber und des staatlichen Ehrenzeichens in Gold sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.

Lange Jahre half er bei den Blutspendeterminen, für Gerhard Güntzel war und ist der Sanitätsdienst nicht nur eine Freizeitbeschäftigung. Über 20 Jahre lang hat er ehrenamtlichen Rettungsdienst im Kreis geleistet und dabei etwa 12 000 Stunden absolviert. „Wir waren damals schon eine gute Truppe. Leider ist der Großteil meiner Mitstreiter schon verstorben. Aber ich bleibe meinen Sanis verbunden, solange es geht“, bekräftigt Gerhard Güntzel. Sichtlich stolz auf „ihren“ Gerhard zeichneten Bereitschaftsleiterin Katharina Wunder und die stellv. Kreisbereitschaftsleiterin Carina Kotschenreuther den verdienten Sanitäter für 70 Jahre treue Dienste mit der Auszeichnungsspange aus.

„Es freut mich sehr, dass du uns treu bleibst und – wenn es deine Gesundheit zulässt – bei den Kirchenparaden und anderen Anlässen in Uniform dabei bist“, sagte Katharina Wunder. „Vielen Dank für diese lange Zeit. Bei dir kann man wirklich von einem Urgestein des Roten Kreuzes sprechen“, gratulierte Carina Kotschenreuther und übergab Urkunde und Auszeichnungsspange. sd