Hohe Ehrung für Hans Neubauer aus Teuschnitz : Er bestimmte wie kein anderer in den vergangenen 50 Jahren das Geschehen in der katholischen Kirchengemeinde Teuschnitz mit. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ließ dem 83-jährigen Teuschnitzer für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement eine Dankurkunde zugehen.

Dekan Detlef Pötzl hatte die angenehme Aufgabe, in der Mariä-Himmelfahrt- Kirche in Teuschnitz die Dankurkunde des Oberhirten des Erzbistums Bamberg überreichen zu dürfen. Neben vielen anderen Aufgaben und Funktionen übt Hans Neubauer seit über 50 Jahren die Tätigkeiten des Lektors und des Kommunionhelfers aus. Er dürfte einer der Ersten im Erzbistum gewesen sein, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) mit diesen Aufgaben seit 1972 betraut wurden.

Pfarrer Pötzl würdigt die Verdienste

Pfarrer Pötzl würdigte die Verdienste von Hans Neubauer. „In Erinnerung an unsere Taufe dürfen wir spüren, dass wir lebendige Gemeinde sind und dass jeder Einzelne dazu beiträgt, die vielfältigen Dienste und Aufgaben zu bewältigen. Es ist nicht selbstverständlich, sich über einen so langen Zeitraum von weit über fünf Jahrzehnten für verschiedenste Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Dafür gebührt Hans Neubauer Respekt, Anerkennung und unser aller großer Dank.“

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Anne Neubauer, überreichte einen Geschenkkorb. Der Geehrte selbst zeigte sich sehr gerührt und erfreut über die Anerkennung durch den Oberhirten. Seine vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben habe er stets mit Spaß und Freude erfüllt im Bewusstsein, seinen Mitmenschen eine Freude zu bereiten. „Ich denke, es wird mir Gott vergelten“, sagte er voller Bescheidenheit.

Im Pfarrgemeinderat Teuschnitz wirkte Neubauer ab 1971 und war von 1987 bis 1998 Vorsitzender. Von 1988 bis 2010 engagierte er sich als Dekanats- und Diözesanrat. In dieser Zeit erwirkte er den Wiederaufbau des Bildungshauses „Knock“, zu welchem 1997 ein erster Bauabschnitt erfolgte. Weitere kirchliche Eckpfeiler waren für ihn die Gründung des Seniorenkreises, die Organisation zur Einweihung des Pfarrheims und der 800-Jahr-Feier der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Jahrzehntelang stand er als Vorbeter bei Bitt- und Fronleichnamsprozessionen, bei Betstunden und Totengebeten vor. Über 50 Jahre setzte er sich als Haussammler für die Caritas ein und war auch Gründungsvorsitzender (1983) des Kapellenfördervereins (Kremnitz-Kapelle) bis zur Auflösung im Jahr 2004.

Im Augenblick der Freude und Rührung über seine Ehrung vergaß Neubauer nicht, seiner Ehefrau Agathe, mit der er über sechs Jahrzehnte verheiratet ist, einen besonderen Dank zu widmen: „Doch sie wusste stets, wo ich bin, wenn ich zu Hause dringend gebraucht wurde: Der Weg führte sie ins Gotteshaus.“