Zum Thema "Terroranschlag in Wien": Während man sich am Montagabend im Zweiten Deutschen Fernsehen den TV Krimi "Wiener Blut" anschauen konnte, wurde die im Film angedeutete Fiktion eines europäischen Islam für viele Wiener zur bitteren, verabscheuungswürdigenden und brutalen Realität.

Es gab Tote und Schwerstverletzte. Viele Menschen sind traumatisiert und der erneute Lockdown wegen der Corona-Pandemie tut dabei bestimmt ein Übriges. Sind also unsere christlich geprägten Demokratien in Europa etwa am Ende?

Gibt es überhaupt einen gemäßigten Islam? Dazu der türkische Staatspräsident Erdogan, der gebetsmühlenartig immer wieder dazu aus einem islamischen Gedicht von Ziya Gökalp rezitiert: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Moscheenkuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." Ja, ich halte trotz all dieser schrecklichen Vorkommnisse in Wien jegliche Art von Volksverhetzung und Rassismus als Straftatbestand für angemessen.

Nicht zu akzeptieren ist aber, wenn ein Staatschef ungestraft die Beseitigung aller weltlichen Ordnungen zugunsten eines Gottesstaates auf Erden propagandieren darf. Und nein, nicht etwa wir sind im christlich geprägten Abendland die "Ungläubigen", sondern, in Anbetracht der Ereignisse von Wien, Muslime in Europa offensichtlich "Andersgläubige".

Deshalb auch einmal ein mahnendes Wort an unsere, in dieser Frage "halbherzig" agierende Bundesregierung: Nicht der Islam gehört zu Deutschland, sondern ausnahmslos all die Muslime, die bei uns Aufnahme gefunden haben und sich bedingungslos unter dem Schutz unseres Grundgesetzes stellen. Bleibt nur noch die Frage offen, wie viele das wohl sind?

Georg Zinner

Rothenkirchen