Alle Jahre wieder macht sich Bamberg in der Advents- und Weihnachtszeit einen Namen als Krippenstadt. In der ganzen Stadt können dann verschiedenste Krippen bestaunt werden. Am morgigen Freitag wird um 17 Uhr die Krippenstadt offiziell in der Karmelitenkirche am Karmelitenplatz 1 eröffnet. Die Tradition des Krippenaufstellens gibt es in der Domstadt bereits seit mehr als 400 Jahren, teilt die Pressestelle aus dem Rathaus mit.
Mit 37 Stationen im gesamten Stadtgebiet und den mehreren hundert Krippen, die es in Kirchen, Museen, öffentlichen Gebäuden, Plätzen und auch in einem Privathaus ab dem 1. Advent-Wochenende zu besichtigen gibt, bestätigt Bamberg seinen Ruf als traditionelle Krippenstadt. Aber auch neu konzipierte Ausstellungen in den Museen machen den besonderen Reiz der Krippenstadt Bamberg aus.


Saxophone zum Auftakt

Eröffnet wird die Krippensaison 2016/17 von Bürgermeister Christian Lange (CSU), Pater Gerhard Förtsch von den Karmeliten und Arno Liebhaber als Krippenverantwortlichen der Karmelitenkirche. Umrahmt wird die Feier mit der Musik von der Band "Saxophone Connection" aus dem Raum Forchheim - Erlangen, die sich mit ihren swingenden Saxophonen einen Namen gemacht hat.
Eine ganz besondere Krippe der Krippenstadt Bamberg gibt es ab Samstag im Antonistift zu bestaunen: eine Lebendkrippe. Zwei Wochen lang, bis zum 9. Dezember, beleben Schafe der Familie Lips aus Wildensorg die Krippe am Michelsberg. Die Eröffnung findet um 14.30 Uhr ebenfalls durch Bürgermeister Lange statt, mit musikalischer Umrahmung der Städtischen Musikschule Bamberg.
Ein ganz anderes Krippen-Schmankerl zeigt ab dem 1. Advent das Historische Museum Bamberg. Dann wird um 11 Uhr die Sonderausstellung mit Krippen aus der Oberpfalz eröffnet. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung vom Celloensemble der Städtischen Musikschule Bamberg.


Mit Freude am Detail

Die Ausstellung zeigt Krippen der beiden Oberpfälzer Krippenbauer Siegfried und Matthias Prüll. Sie lassen in ihren Krippen das Heilsgeschehen vor einer original Oberpfälzer Kulisse stattfinden. Zu sehen ist die Ruine des Klosters Gnadenberg im Landkreis Neumarkt sowie eine ganze Reihe alter Höfe als stimmungsvoller Hintergrund für Christi Geburt. Der liebevolle Blick durch die Landschaft, die einmalige Architektur der Region und die Freude am Detail oder auch die Schilderung alltäglicher Begebenheiten machen den Reichtum dieser Schau aus. Die Krippen begeistern durch Vielfalt und technisches Können. Naturgetreue Gebäude mit bröckelndem Putz, bäuerliche Gerätschaften, die Hundehütte, das Vogelhäuschen oder die Taube, die das Geschehen von hoher Warte aus beobachtet: In geduldiger Feinarbeit haben Siegfried und Matthias Prüll ihre Krippen gezimmert, modelliert, genäht und verfeinert. Zu sehen ist die Sonderausstellung bis zum 8. Januar.
Alle 37 Krippenstationen im Stadtgebiet sowie die Orts- und Kirchenkrippen im Bamberger Land finden sich mit umfangreichen Informationen in der Broschüre "Weihnachts- und Krippenstadt 2016/17", die es kostenlos beim Tourismus- und Kongress-Service gibt. red