von unserem Mitarbeiter Manfred Welker

Herzogenaurach — Gut besucht war am ersten Adventssamstag die Eröffnung der Krippensaison der Krippenfreunde in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena und in der Krypta der Marienkapelle. Den geistlichen Part hatte Stadtpfarrer Helmut Hetzel übernommen.
Er erinnerte daran, dass sich die Gläubigen mit dem Advent, der als Fastenzeit begangen werde, an der Wende vom alten zum neuen Kirchenjahr befänden. Der Adventskalender und der Adventskranz spreche sehr die Sinne der Gläubigen an. An der großen Kirchenkrippe in der Stadtpfarrkirche sei alles in Herzogenaurach hergestellt, quasi "handmade by Herzogenaurach".
Die erste aufgebaute Szene, das Dorfleben, zeigt laut Erklärung des Pfarrers Menschen im Gespräch auf der Straße. Aber niemand könnte hinter die Haustüren sehen und nicht ahnen, was sich an Einsamkeit und Trauer dort verberge. "Vor dem körperlichen Sterben steht der soziale Tod", sagte Hetzel. Es sei der Auftrag der Christen, hinter die Türen zu schauen, ohne neugierig zu sein. Es gelte, auf die Menschen zuzugehen und sich zu fragen: "Wo brauchen sie unser Angebot der Nächstenliebe?"
Hetzel segnete die ausgestellten Krippen mit Weihwasser, denn das Wasser sei das Ursymbol des Lebens und sage aus: "Gott schenkt Leben." In der Krypta der Marienkapelle konnten sich die Besucher ein Bild von Kastenkrippen, gestaltet von den Mitgliedern des Vereins, machen. Außerdem kann bei einer Verlosung eine Krippe gewonnen werden.

Kastenkrippen

Der Vorsitzende der Krippen freunde, Manfred Lukasch, bedankte sich bei den Beteiligten für diese Feier und erläuterte die Ausstellung. Die Kastenkrippen hätten ihren Ausgang von Fatschenkindern genommen, die in einem Glaskasten verwahrt wurden. Die ersten Kastenkrippen wurden im Alpenraum hergestellt. Die Menschen hatten wenig Zeit und wenig Platz in der Stube, in einem Kasten findet sich alles vereint, was zu Weihnachten wichtig sei. Um die Kastenkrippen anzusehen, muss man häufig quasi eine Kniebeuge machen, was der Verehrung Christi dient.
Bürgermeister German Hacker (SPD) würdigte die Arbeit der Krippenfreunde. Die Ausstellung zeige die Kreativität der Herzogenauracher Bürger. Da die Krippenfreunde auch in Bad Windsheim ihre Krippen ausstellen, würden sie den Namen Herzogenaurach im positiven Sinn auch nach außen tragen. Er übergab auch eine Spende, genauso wie Kirchenpfleger Dieter Lohmaier für die Kirchenverwaltung.