Mit dem Ausbau der Kreisstraße CO 6 in der Ortsdurchfahrt Heilgersdorf sei ein lange gehegter Wunsch der Stadt Seßlach und der Heilgersdorfer Bürger in Erfüllung gegangen, teilt das Landratsamt Coburg mit. Durch die jetzt abgeschlossene Gemeinschaftsmaßnahme von Landkreis Coburg, Stadt Seßlach und dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Heilgersdorfer Gruppe sei ein Schwachpunkt im Kreisstraßennetz behoben.

Gleichzeitig wurden Wasserversorgung und teilweise auch die Abwasserentsorgung erneuert und somit eine Verbesserung der gesamten Infrastruktur von Heilgersdorf geschaffen.

Die Kreisstraße CO 6 war innerhalb der Ortsdurchfahrt in einem äußert schlechten Zustand. Die Entwässerungsrinnen waren teilweise verdrückt und abgesetzt, die vorhandene Fahrbahn stark verformt, großflächig gerissen und durchgebrochen. Mit einem frostsicheren Oberbau von maximal 40 Zentimetern und Asphaltschichten von zwei bis 17 Zentimetern entsprach der Aufbau nicht mehr den Erfordernissen des heutigen Straßenverkehrs, so dass ein Neubau unumgänglich war. Wegen der ebenfalls an Ver- und Entsorgungsleitungen erforderlichen Arbeiten wurden alle Leistungen in einer Gemeinschaftsmaßnahme unter Federführung des Landkreises zusammengefasst.

Für insgesamt 1,65 Millionen Euro wurde die Ortsdurchfahrt nun saniert. Der Freistaat Bayern förderte die Maßnahme mit 730 000 Euro.

Am 8. März haben die Arbeiten im Bauabschnitt 1 von der Kirche bis zur Bischwinder Straße begonnen und wurden wie geplant abgeschlossen, so dass am 21. Juli in den Bereich der Einmündung vor der Kirche gewechselt werden konnte. Hier bremsten archäologische Funde im Straßenbereich die Bauarbeiten nur sehr unwesentlich. Mit der zügigen und fachgerechten Arbeit der Firma Haschke konnte auch hier der eng gesteckte Zeitplan eingehalten werden und am 13. September plangemäß in den 3. Bauabschnitt von der Bischwinder Straße bis ans Ortsende Trammershof gewechselt werden.

Am gestrigen Freitag wurde die Heilgersdorfer Hauptstraße nun wieder für den Verkehr freigegeben, wenngleich nächste Woche noch kleine Restarbeiten für einige Behinderungen sorgen werden.

"Ein besonderes Dankeschön gilt neben den Mitstreitern, den am Bau beteiligten Firmen und Partnern vor allem den Anliegern, die Grund zur Verfügung gestellt haben, um die Baumaßnahme realisieren zu können", sagte Landrat Sebastian Straubel bei der Verkehrsfreigabe. Dies gehe in einer eng bebauten Ortsdurchfahrt meist mit Eingriffen in Einfriedungen, Mauern, Gärten, Zufahrten oder Befestigungen einher. Die Baudurchführenden seien in Heilgersdorf fast ausnahmslos auf großes Verständnis und die erforderliche Kompromissbereitschaft gestoßen.

Der Landkreis dankt auch den Anliegern, Gewerbetreibenden, allen Heilgersdorfern und Verkehrsteilnehmern, welche die unvermeidbaren Behinderungen durch die Straßen- und Wasserleitungsbauarbeiten geduldig hingenommen haben.

Der Landkreis investiere mit Unterstützung des Freistaates Bayern seit Jahren kontinuierlich in den Ausbau seines Kreisstraßennetzes, heißt es abschließend in der Mitteilung. Vor allem im Seßlacher Raum mit dem übernommenen Straßennetz der Vorgängerlandkreise Ebern und Bad Staffelstein bedürften die Kreisstraßen besonderer Aufmerksamkeit. red