Hartmut Neubauer

Am 12./13. März wird die Saison in den Kreisligen Coburg und Kronach mit dem 20. Spieltag fortgesetzt. In beiden Ligen sind im Herbst witterungsbedingt je sechs Spiele ausgefallen, die teilweise schon am ersten März-Wochenende nachgeholt werden. Darauf wies Kreisspielleiter Egon Grünbeck am Dienstag bei der Arbeitstagung im Sportheim des FC Stockheim hin.
Die Saison sei bisher ohne Probleme über die Bühne gegangen, sagte er bei seinem Rückblick. Er wies darauf hin, dass der VfB Einberg vor dem TSV Staffelstein in der Kreisliga 1 und der SV Wolfers-/Neuengrün vor dem FC Kronach in der Kreisliga 2 die Fairnesstabelle anführen.
Kritisch vermerkte er, dass im Kreis Kronach die Platzsperren so langsam überhand nehmen. "In Coburg und Lichtenfels gibt es das nicht", lobte er. Andererseits war er mit der Teilnahme der Vereine aus Coburg/Lichtenfels an der Hallenmeisterschaft nicht zufrieden. Nur 24 Mannschaften hatten gemeldet. Im deutlich kleineren Kreis Kronach waren es immerhin 32. Und auch die Zuschauerresonanz war hier deutlich größer.
Ebenfalls keine Probleme hatte Kreisschiedsrichterobmann Wolfgang Klerner mit der Besetzung der Spiele, zumal sich der Austausch mit den Nachbargruppen auch aus Schweinfurt und Bad Neustadt bewährt habe. Er appellierte an diejenigen Vereine, die Hallenturniere austragen, sich auch an die Richtlinien des Bayerischen Fußball-Verbandes zu halten.
Ein - nicht ernst gemeintes - Kompliment machte Siegfried Baier, Vorsitzender des Kreissportgerichts, den Vereinen. "Ihr seid auf einem guten Weg, die Zahl von 500 Fällen zu erreichen", sagte er. Mit 392 Meldungen musste sich das Kreissportgericht bereits befassen, obwohl es kaum noch Absagen bei den Reserven gibt. Das sind 121 mehr als vor zwei Jahren.


Härtere Bestrafung

Er kündigte an, dass bei zwei Paragrafen künftig eine härtere Bestrafung erfolgen wird. Zum einen handelt es sich um Vergehen gegen Schiedsrichter (§ 68), die ab sofort neben einer Sperre mit einer Geldstrafe in dreistelliger Höhe geahndet werden. Hier gab es in den Kreisligen bislang elf Fälle. Auch der unzulässige Einsatz von Spielern wird künftig außer der Spielwertung einen Abzug von drei Punkten nach sich ziehen.
Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram warb bei den Kreisligisten für einen verstärkten Einsatz des Live-Tickers, wie es zum Beispiel der TSV Ludwigsstadt bereits praktiziere. Dies sei auch aus finanziellen Erwägungen interessant für den Verband und somit für die Vereine. "In der Bezirksliga ist der Live-Ticker Pflicht; in den Kreisligen würden wir uns wünschen, wenn er auf freiwilliger Basis möglichst viel genutzt wird."
Was die Integration von Flüchtlingen in den Vereinen betrifft, riet Bram den Vereinen, unbedingt auf rassistische Äußerungen zu verzichten. Diese würden nämlich mit mindestens fünf Spielen Sperre und einer Geldstrafe von 300 Euro aufwärts geahndet.
Thomas Unger, Mitglied des Verbandsausschusses, wies die Vereinsfunktionäre auf einige technische Dinge hin, etwa die Möglichkeit, das Postfachsystem weiterzuleiten. Weiterhin nannte er als Seniorenspielleiter die Termine der nächsten Meisterschaften.
Außerdem zeigte er auf, wie Fotos für die Spielerpässe ins ESP hochgeladen werden können. "Das erspart im Zweifelsfall Kosten, weil damit der Spielnachweis grundsätzlich vorliegt." Dennoch riet er, die Passmappe immer dabei zu haben, weil technische Probleme auftreten können.
Die Kreisligisten haben noch bis zum morgigen Freitag die Möglichkeit, Spiele ohne Kosten zu verlegen. Allerdings muss jeweils das Einverständnis des Gegners vorliegen. Der vorletzte Spieltag am Pfingstwochenende wird bereits am Freitagabend angesetzt. Und der Spieltag vom 1. Mai wird komplett auf 30. April vorverlegt.


Nur zwei direkte Absteiger

Egon Grünbeck erinnerte nochmals an die geänderte Auf- und Abstiegsregelung. Demnach gibt es nur jeweils zwei direkte Absteiger. Die Mannschaften auf den Plätzen 13 und 14 spielen in der Relegation (in regionalen Töpfen) gegen die vier Vizemeister der Kreisklassen so viele Plätze aus, bis die Normzahl 32 erreicht ist. Entscheidungsspiele gibt es nur, wenn zwei Mannschaften punktgleich sind. Bei drei oder vier Teams zählt der direkte Vergleich.
Abschließend wies der Kreisspielleiter darauf hin, dass der Erdinger-Meistercup am 25. Juni in Rothenkirchen durchgeführt wird und dass die Saison 2016/17 am 30./31. Juli beginnt. Das Pokal-Viertelfinale wird mit einer Ausnahme am Ostermontag (28. März) durchgeführt. Für den Schiedsrichter-Kostenpool in den Coburger Kreisklassen und A-Klassen ist ab sofort Georg Skliwa zuständig.