Vom neuen Radweg bis zum sanierten Schuldach: Trotz sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie soll der Kreis Bad Kissingen wichtige Zukunftsinvestitionen nicht verschleppen. Dazu hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) laut einer Pressemitteilung die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik aufgerufen. Im vergangenen Jahr investierte der Landkreis laut Kassenstatistik 69,8 Millionen Euro in öffentliche Infrastruktur - das sind 676 Euro pro Kopf, wie eine Abfrage der Gewerkschaft bei den Statistikämtern der Länder ergab. Im bundesweiten Vergleich belegt der Kreis Bad Kissingen damit einen der Spitzenplätze, heißt es weiter. "Dieses Level muss mit Blick auf den jahrelangen Investitionsstau gehalten werden, auch wenn die Kämmerer aktuell auf jeden Euro schauen müssen. Ein Sparen an der Infrastruktur wäre ein Sparen am falschen Ende", sagt Michael Groha, Bezirksvorsitzender der IG BAU Mainfranken. Neue Kitas, renovierte Ämter und moderne Wasserleitungen seien für eine nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Jahren von Bedeutung. "Kommunale Investitionen sichern zugleich viele Arbeitsplätze vor Ort ...", so Groha. Bei der Verkehrswende und der energetischen Gebäudesanierung sieht er Nachholbedarf. Mit Blick auf die angespannte kommunale Kassenlage verweist die IG Bau auf die Hilfen aus den Corona-Konjunkturpaketen. red