Ein solches Debakel haben Kevin Krawietz und Tim Pütz im Trikot der deutschen Mannschaft bislang noch nicht erlebt: Zum Abschluss der zweiten Vorrunden-Begegnung beim ATP Cup in Sydney verlor das bisher so erfolgsverwöhnte Duo im Doppel mit 0:6 und 3:6 gegen die beiden Amerikaner Taylor Fritz und John Isner.

Bei den Deutschen klappte nahezu gar nichts: Schlechte Aufschlagsspiele, schwache Returns und teils katastrophale Volleys sorgten im ersten Satz für die "Höchststrafe". Auch danach wurde das Spiel von Krawietz und Pütz nicht entscheidend besser, so dass nach knapp einer Stunde Spielzeit die Partie vorzeitig entschieden war. Nicht nur der Witzmannsberger, der am 24. Januar seinen 30. Geburtstag feiert, sondern auch der zuletzt wegen Problemen am Arm pausierende Pütz präsentierten sich in ungewohnt schwacher Form. Krawietz bleibt damit in Australien weiter sieglos, nachdem er bei diesem Mannschaftswettbewerb an der Seite von Deutschlands Nummer eins, Alexander Zverev, schon gegen die Briten das entscheidende Doppel verloren hatte.

Trotz Pleite weiter im Rennen

Trotzdem bleiben die deutschen Tennis-Herren im Rennen und dürfen noch auf den Einzug ins Halbfinale hoffen. Jan-Lennard Struff und Zverev gewannen nämlich bereits vor dem Doppel-Wettbewerb ihre beiden Einzel gegen die USA (mehr dazu auf Seite 21). Der Sieg gegen die Amerikaner war nach der Auftaktniederlage gegen Großbritannien Voraussetzung, um noch eine Chance auf den Gruppensieg in der Staffel C zu haben. Denn nur die vier Gruppensieger erreichen in Australien das Halbfinale.

Am Donnerstag gegen Kanada

Im letzten Gruppenspiel am Donnerstag gegen das kanadische Team um Denis Shapovalov und Felix Auger-Aliassime ist ein Sieg notwendig. Da die Kanadier am Dienstag überraschend die Engländer mit 2:1 besiegten, ist für das deutsche Team um Olympiasieger Zverev wieder alles möglich. Bei allen vier Teams stehen derzeit jeweils ein Sieg und eine Niederlage zu Buche. Krawietz ist nach seinen beiden ersten Niederlagen im neuen Jahr hochmotiviert und hofft, dass er noch einmal beweisen kann, dass er mit besseren Leistungen zum Erfolg der deutschen Mannschaft beim ATP Cup beitragen kann. oph