Bei den Ringern des Bamberger Traditionsclubs KSV standen im Rahmen einer Feierstunde ganz besonders zu würdigende Ehrungen auf dem Programm. In der Laudatio von KSV-Präsident Thomas Tomaszek fanden sich deshalb neben einer langen Liste herausragender sportlicher Erfolge auch viele bewegende Worte, mit welchen in höchster Dankbarkeit und Wertschätzung auf die vielen Jahrzehnte der mit außergewöhnlichem ehrenamtlichen Engagement wirkenden KSVler zurückgeblickt wurde.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft beim KSV wurde Dietfried Fösel ausgezeichnet. Bei ihm handelt es sich um eine wahre Institution der Bamberger Sport- und insbesondere Fußballwelt, welcher weit über die Grenzen Oberfrankens bekannt und geschätzt ist. Sei es als langjähriger Vorstand des ASV Gaustadt, Sportgerichtsvorsitzender oder Sportberichterstatter, um nur einige seiner langjährigen Stationen zu nennen.
Für 60 Jahre wurde KSV-Ehrenmitglied Roswitha Schrenker geehrt, welche sich bereits 1957 als erfolgreiche Sportakrobatin mit einem bayerischen Meistertitel und der deutschen Vizemeisterschaft im Kunstturnen in der Bamberger Sportchronik verewigte. Bereits früh übernahm sie als KSV-Schatzmeisterin in besonderer Weise Verantwortung und sorgte hiernach über 40 Jahre dafür, dass die Finanzen der Ringer zu jeder Zeit in vorbildlicher Weise gemanagt wurden.
KSV-Ikone und Ehrenmitglied Helmut Schrenker wurde die Auszeichnung für 65 Jahre zuteil. Als "Herz und Seele" der Bamberger Ringer prägte er in besonderer Weise die Geschichte des KSV; mit ihm sind in untrennbarer Weise viele spektakuläre Erfolge der Bamberger verbunden. Als herausragender Ringer der deutschen Spitzenklasse holte er auf nationaler Ebene 1960 im Federgewicht die Goldmedaille nach Bamberg.
Sein außergewöhnliches sportliches Niveau brachte ihm dann folgerichtig die Nominierung in den Olympiakader der Ringer im griechisch-römischen Stil. Neben einer weiteren Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft war er bei bayerischen Meisterschaften quasi Seriensieger (1957 - 1961) und errang auch danach noch zweimal Gold. Ab 1975 gab er über Jahrzehnte sein großes Können als Trainer an den Nachwuchs und später an das Männerteam weiter, welches unter seiner Regie nach dem Gewinn der Meisterschaft in der bayerischen Oberliga in zwei Aufstiegskämpfen mit Macht an das Tor zur 2. Bundesliga klopfte.
Ebenfalls für 65 Jahre konnte der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des KSV, Georg Dauer, eine besondere Auszeichnung in Empfang nehmen. Er war ein Leistungsträger des erfolgreichen KSV-Teams, welches von 1957 bis 1960 jeweils ungeschlagen den Titel des Nordbayerischen Mannschaftsmeisters gewann.
Bei den bayerischen Meisterschaften der Senioren konnten ihm seine Kontrahenten in den Jahren 1957 und 1961 nicht das Wasser reichen, so dass er sich hier jeweils souverän den Titel sicherte. Ab 1974 lenkte Georg Dauer er dann als Erster Vorsitzender über 30 Jahre die Geschicke des Vereins.