In die glatte Wandung des Zylinders ist etwa auf halber Höhe ein Band mit feinen Arabeskenranken eingraviert. Im Inneren des Reliquiars dient eine Montierung aus Goldblättern der Fixierung der Reliquie. Es handelt sich um eine Knochenreliquie, die auf der wohl aus dem 17./18. Jahrhundert stammenden Authentik zweimal als Reliquie von "S. Chunegundis Imperatr[ix]" ("der hl. Kaiserin Kunigunde") ausgewiesen ist. Die ungewöhnliche Größe der Knochenreliquie, wohl ein Stück des Schienbeinknochens, spricht dafür, dass diese auf eine sehr frühe Reliquienentnahme zurückgeht.
Unklar ist, wie diese Kunigunden-Reliquie nach Florenz gelangte. Das heilige Kaiserpaar wurde auch schon sehr früh in Florenz verehrt, wo es den dortigen Bischof Hildebrand (amt. 1008-1025) 1013 bei der Gründung der Basilika und des Klosters San Miniato al Monte unterstützt hatte.
Die Kunigunden-Reliquie ist noch bis zum 6.