Bamberg — Die seit Ende September im Diözesanmuseum am Domberg ausgestellte seltene Reliquie der heiligen Kunigunde kehrt am 7. Mai nach Florenz zurück. Daher verbleiben nur noch wenige Tage, dieses wertvolle Exponat, das sich in einem kostbaren Gefäß aus geschliffenem Bergkristall befindet und das zum Reliquienschatz der Großherzöge der Toskana aus dem Hause Medici gehörte, in Bamberg zu bewundern.
Das heutzutage im Museum der Medici-Kapellen in Florenz verwahrte Reliquiar aus dem 16. Jahrhundert wurde auf Anfrage von Erzbischof Ludwig Schick nach Bamberg ausgeliehen. Zuvor wurde es noch eigens für die Ausstellung in Bamberg restauriert. Vermutlich wurde es damals in Mailand oder von einem Mailänder Steinschleifer, der in den großherzoglichen Werkstätten in Florenz tätig war, gefertigt.
Das Reliquiar besteht aus einem leicht konischen Kristallzylinder mit gerundetem Boden und Deckel.