Coburg/Köln — Tintenfraß, Feuchtigkeit und Schimmel - historische Bücher, Handschriften und Archivalien aus Papier kennen viele Feinde, von denen sie bedroht werden. Das gilt auch für die reichhaltigen historischen Bestände der Landesbibliothek Coburg.
Wie sich der Verfall zumindest stoppen lässt, wie sich Beschädigungen reparieren lassen - davon berichtete die Landesbibliothek in Köln. Beim "Nationalen Aktionstag für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts stellte die Landesbibliothek zwei Modellprojekte vor, die der Bestandserhaltung dienen. Dabei ging es um Musikalien aus dem Bestand des ehemaligen Hoftheaters. Zahlreiche Besucher des Aktionstages konnten Beispiele "geheilter Coburger Buchpatienten" in einer Vitrine besichtigen und von Diplombibliothekarin Renate Bauer Auskunft über die Initiativen der Landesbibliothek zur Sicherung und Erhaltung ihrer historischen Buchbestände erhalten.
Seit 2010 besteht für Bibliotheken, Archive und Museen die Möglichkeit, bei der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) öffentliche Fördermittel zur Rettung gefährdeter Bestände beantragen. Aus diesem Förderprogramm des Bundes und der Kulturstiftung der Länder hat die Landesbibliothek bereits zum vierten Mal Mittel beantragt und bisher insgesamt 32 500 Euro erhalten.
Laut Sonja Lehmann, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit in der Koordinierungsstelle mit Sitz an der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz zuständig ist, konnte in diesem Jahr nur etwa die Hälfte der eingegangenen Anträge berücksichtigt werden.
"Umso mehr sind wir stolz darauf, dass unser Antrag auch in diesem Jahr wieder erfolgreich war", sagt Bibliotheksdirektorin Silvia Pfister. rb