Einen Walzer von Frédéric Chopin ließen die Mitglieder der Schülerband der Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen zu Beginn ihres Besuchs im Stationsgarten der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums erklingen. Das improvisierte, kleine Überraschungskonzert für die jungen Patienten sowie ihre Therapeuten und Pflegekräfte war Teil der diesjährigen Spendenübergabe: Die Schüler der Abschlussklassen überbrachten erneut ein Geldgeschenk zugunsten der musiktherapeutischen Ausstattung der Kinderpsychiatrie, dieses Mal in Höhe von 320 Euro.

Seit mehreren Jahren unterstützen der Chor und das Orchester der Realschule die musiktherapeutischen Angebote der Kinderpsychiatrie des Uni-Klinikums Erlangen mit einem Teil des Erlöses ihres jährlichen Weihnachtskonzerts. Über die Geldspende hinaus organisiert die Schule gemeinsam mit den Therapeuten regelmäßig Aktionen, z. B. Unterrichtseinheiten zur Musiktherapie. "Wir wollen die Schüler für psychische Störungen sensibilisieren und ihnen Berührungsängste nehmen"" erklärte Dr. Markus Sommerer, Therapeut der Kinderpsychiatrie des Uni-Klinikums Erlangen, der die Begegnungen gemeinsam mit Wolfram Brüggemann, dem Musiklehrer der Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen, koordiniert.

Prof. Dr. Oliver Kratz, leitender Oberarzt der Kinderpsychiatrie des Uni-Klinikums, dankte den Besuchern für ihre Geldspende und das berührende Konzert: "Musik ist ein heilendes Element, das Gefühle ausdrücken kann, wenn Worte nicht mehr weiterkommen. Zwischen unseren Einrichtungen ist die Musik inzwischen eine stabile Brücke zum Miteinander." red