Eine durchwegs positive Bilanz zieht das Polizeipräsidium Mittelfranken zum Einsatzgeschehen am Jahreswechsel. Mit Ausnahme von Einzelfällen hielt sich die Bevölkerung an die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen, teilt das Präsidium mit. Auch das Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern und die nächtliche Ausgangssperre wurden weitestgehend eingehalten.

In der Silvesternacht dokumentierte die Einsatzzentrale zwischen 19 und 7 Uhr insgesamt 577 Einsätze. Der Schwerpunkt lag hierbei bei gemeldeten 125 Ruhestörungen. Im Vorjahr wurden diesbezüglich lediglich 28 Fälle verzeichnet.

Die Anzahl der Körperverletzungen (15) und Sachbeschädigungen (8) lag auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau. Insgesamt registrierte die Polizei bei ihren Einsätzen fast ausschließlich leicht verletzte Personen (19).

Nach 21 Uhr waren die Straßen in Mittelfranken aufgrund der Ausgangssperre praktisch menschenleer. Bei der Einsatzzentrale gingen zwar zahlreiche Hinweise zu Böllerschüssen oder vermeintlich größeren Feiern in der Nachbarschaft ein - in vielen Fällen konnte die anfahrende Polizeistreife aber keine Verstöße gegen die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen (mehr) feststellen.

Abschließend stellt die Polizei fest, dass sich auch in der Silvesternacht der weit überwiegende Teil der Bürger an die geltenden Bestimmungen gehalten hat.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken setzte von Beginn der Pandemie an auf die Vernunft und die Einsicht der Menschen. Dieses Vertrauen wurde bis zuletzt nicht enttäuscht. Das Konzept, gegen Uneinsichtige und Unbelehrbare konsequent vorzugehen, andererseits aber durchgehend mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl zu agieren, habe sich bewährt. pol