Erneut vermeldet Concept Laser für das erste Halbjahr 2016 Zahlen auf Rekordniveau. Wie die Unternehmensleitung in einer Pressemitteilung betont, ist der Übergang zur industriellen Serienfertigung in einigen Branchen überzeugend angekommen. Insbesondere die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie die Medizintechnik, aber auch andere Branchen, engagieren sich zunehmend im 3D-Metalldruck.


Jetzt 190 Mitarbeiter

Dies setzt Concept Laser erneut einer hohen Dynamik aus, die von zahlreichen strukturellen und organisatorischen Maßnahmen begleitet wird. Der Umsatz zeigt sich dabei weiterhin von seiner besten Seite. Die Umsatzsteigerung zum Vorjahreszeitraum (erstes Halbjahr 2015) betrug im ersten Halbjahr 2016 stolze 88 Prozent. Die Umsatzsteigerung übertraf damit die Planzahlen. Dazu Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter von Concept Laser: "Der Übergang zur industriellen Serienfertigung additiv hergestellter Metallbauteile stimuliert unser Wachstum immer stärker. Aber auch unser ständiges Bestreben, die Technologie mit weiteren Innovationen voranzutreiben und die Bedürfnisse des Marktes und unserer Kunden bestmöglich zu bedienen, zahlt sich an dieser Stelle aus. Der nächste logische Schritt wird dann ab Ende 2016 die kommerzielle Einführung unserer neuen Maschinenarchitektur sein."
Getragen wird das Wachstum auch durch Dienstleister, die weltweit ihren Maschinen- und Anlagenpark aufrüsten, um die große Nachfrage nach additiv gefertigten Bauteilen aus Metall bedienen zu können. Darüber hinaus leisten auch die Multilasertechnik und die X line 2000R, die über den weltweit größten Bauraum für das pulverbettbasierte Laserschmelzen mit Metallen verfügt, ihren Beitrag zum Erfolg.
Der Wachstumspfad zeigte sich auch bei der Mitarbeiterzahl, welche auf 190 anstieg (zum 30. Juni). Für das zweite Halbjahr 2016 erwartet Concept Laser aus heutiger Sicht ebenfalls einen Umsatz über Plan.
Die In-situ-Prozessüberwachung zählt bereits seit 2004 zu den strategischen Technologiefeldern von Concept Laser, schon lange bevor der Markt eine solche Lösung forderte. Diese vorausschauende Sichtweise führte zur Entwicklung und Markteinführung von QM Meltpool 3D, dem weltweit ersten Prozessüberwachungs-Tool dieser Art, welches auf der Metav 2016 mit dem International Additive Manufacturing Award 2016 (IAMA) ausgezeichnet wurde. QM Meltpool 3D liefert in Echtzeit qualitätsrelevante Daten zur Prozessüberwachung und -dokumentation, welche insbesondere für die Luft- und Raumfahrt sowie die Medizintechnik für die Bauteilherstellung und -qualifizierung unverzichtbar sind. Das System erfasst positionsbezogene Charakteristika des Schmelzbades während der Entstehung des Bauteils. Diese Daten können in einer dreidimensionalen Landkarte visualisiert und vom Anwender analysiert werden.


Auflösung wie ein CT

Nach Auskunft des Herstellers ist das Analyse-Tool mit der HD-Auflösung einer Computertomografie (CT) vergleichbar. Das Tool spart zudem Zeit und Geld gegenüber der herkömmlichen Bauteilprüfung. Nicht zuletzt bieten sich neue Möglichkeiten in der Materialforschung.
Der nächste Meilenstein wird ab Ende 2016 die kommerzielle Verfügbarkeit der neuen Maschinenarchitektur sein, hinter der die Vision der AM Factory of Tomorrow steht. Hinzu kommt ein neuer Zwei-Achsen-Beschichtungsprozess, welcher es erlaubt, die Rückfahrt des Beschichters parallel zur Belichtung durchzuführen. Dies führt zu einer wesentlichen Zeitersparnis beim Beschichtungsprozess.
Ein automatisiertes Werkzeugwechselsystem, wie in der CNC-Maschinentechnik, verspricht zudem hohe Flexibilität sowie Zeitvorteile beim Rüsten der Maschine und reduziert den manuellen Eingriff des Bedieners.
Für Aufrüst- und Abrüstvorgänge gibt es räumlich getrennte, autarke Handling-Stationen. Dies ermöglicht "optimale Nutzfenster" bis hin zum Ideal einer 24/7-Verfügbarkeit der Anlagentechnik. Ebenso ist ein automatisierter Materialfluss ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. red