von unserem Mitarbeiter  Ralf Naumann

Krum — Weder der TSV Knetzgau, die SG Eltmann noch der TV Haßfurt. Auch nicht der
1. FC Haßfurt oder der FC Neubrunn sind in den nächsten Wochen und Monaten zu Gast auf dem schmucken Waldsportplatz des FSV Krum. Vielmehr geben der FC Fuchsstadt, der FC Geesdorf, der FC Gerolzhofen oder die FT Schweinfurt ihre Visitenkarte ab, wenn die "Viktorianer" nach elfjähriger Abstinenz wieder in der Bezirksliga um Punkte kämpfen.
Und dass die Mannschaft um Marco Mahler, der die Nachfolge des Meistertrainers Thomas Mahr angetreten hat, auch in der Saison 2016/2017 dort wieder an den Start gehen will, haben die Verantwortlichen im Vorfeld deutlich zum Ausdruck gebracht. "Wir werden alles daran setzen, die Klasse zu halten", betont für Marco Schorr für den Vorstand. Schorr ist überzeugt davon, dass der FSV Krum Ende Mai 2016 "mindestens einen Platz vor dem Relegationsplatz" steht. "Noch nie konnte eine Mannschaft des FSV Krum sich in der Bezirksliga halten, und wir sind nach unseren ersten beiden Aufstiegen sofort wieder in die Kreisliga zurückgeschickt worden. Dies wollen wir unbedingt vermeiden", ergänzt Vorstandsmitglied Thomas Mantel.
Dass dies kein einfaches Unterfangen wird, ist allen Beteiligten klar. Die Spieler, sagt Schorr, hätten sich aber wieder ein Jahr weiterentwickelt und könnten "sicherlich noch ein bisschen zulegen". Fakt ist, dass die "Aufstiegshelden" in jedem Spiel 90 Minuten Vollgas geben müssen, um konkurrenzfähig bleiben zu können. "Wenn sich in den Köpfen der Spieler einprägt, dass man noch mehr laufen und kämpfen muss, die Fehler so gering wie möglich hält, dann haben wir eine realistische Chance in der Bezirksliga", sagt Mahler.
Ob die Mannschaft aufgrund der Abgänge von Daniel Göttlicher, Benjamin Zdzieblo, Richard Biertempfel und Torsten Nechwatal sowie der Neuverpflichtungen von Carsten Onojorena (FC 08 Zeil), Nico Mutisse (1. FC Haßfurt) und Dustin Fösel (SG Eltmann) stärker oder schwächer geworden ist, ist noch nicht abzuschätzen. Die Neuen seien laut Thomas Mantel jedenfalls "gut aufgenommen" worden.
"Wir wissen über die Stärken und Schwächen der Vereine nicht allzuviel", sagt Mahler. Mit fünf Neulingen ist fast ein Drittel der Liga außerdem neu. "Es wird bestimmt interessant. Für die Mannschaft, die Zuschauer und uns." Das gilt bereits für den Auftakt, wenn der FSV bei einem der Mitfavoriten, dem letztjährigen Landesligisten FT Schweinfurt, am morgigen Samstag, 1. August, gleich voll gefordert ist.