Am vergangenen Freitag sind zwei Vizepräsidenten an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gewählt worden. Das Aufgabengebiet Lehre und Studierende wird mit Frithjof Grell neu besetzt, Technologie und Innovation bleibt in Guido Wirtz' Händen. Das dritte Aufgabengebiet Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs steht dann 2018 zur Wahl, teilt die Hochschule mit.
Bei allem Wandel durch Herausforderungen wie Digitalisierung und internationalen Wettbewerb bleibt der Wesenskern der Universität bestehen: das neugierige, leidenschaftliche Erforschen der Zusammenhänge und das nicht minder engagierte Vermitteln dieses Wissens an die Studierenden. Dass dieser Wesenskern nicht aus den Augen verloren wird, ist dem neuen Vizepräsidenten für das Aufgabengebiet Lehre und Studierende, Prof. Frithjof Grell, besonders wichtig. Er folgt auf Prof. Sebastian Kempgen, der zum Ende des Wintersemesters 2017/18 in Ruhestand geht. Frithjof Grell ist Erziehungswissenschaftler mit dem Arbeitsgebiet Elementar- und Familienpädagogik und ein Pädagoge durch und durch. Seit 2008 arbeitet er an der Universität Bamberg, und seit 2014 vertritt er den Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik. Von Beginn an hat er weitere universitäre Aufgaben übernommen, beispielsweise als Beauftragter für den Studiengang Bachelor/Master Berufliche Bildung/Fachrichtung Sozialpädagogik.


Mut zur Verantwortung

Den Mut zur Verantwortung möchte Grell auch bei den Studierenden stärken, damit das Studium in Bamberg nicht nur eine Zeit der Berufsvorbereitung wird, sondern eine Phase, "in der die jungen Menschen lernen, eigenverantwortlich und selbstdenkend zu handeln". Eine Aufwertung des Studium Generale, eine Ausweitung des Mehrfachbachelor, eventuell der teilweise Verzicht auf Noten in den ersten Semestern, in denen es vor allem noch um Orientierung geht. Auf seiner Agenda stehen darüber hinaus große Entwicklungsprozesse der Universität. Wie kann die Qualität der Lehre gesichert und entwickelt werden? Der strukturelle Ausbau der bisherigen Angebote und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Lehre ist zentraler Bestandteil seines Aufgabengebiets.
Prof. Guido Wirtz, Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Informatik, steht indessen bereits vor seiner dritten Amtsperiode als Vizepräsident für Technologie und Innovation. "Das Amt in dieser Phase zu übergeben, wäre sehr schwierig gewesen", sagt er. Über 40 laufende Initiativen betreut Guido Wirtz neben seiner Lehrtätigkeit, davon sind einige noch im Anfangsstadium. Die Fortführung der Zielvereinbarungsprojekte im Bereich IT wie der weitere Aufbau des Dokumentenmanagements- und die Einführung eines Forschungsinformationssystems stehen ganz oben auf der Agenda, da die derzeitigen Zielvereinbarungen Ende 2018 auslaufen. Wichtige Projekte für die nächsten Jahre sind unter anderem die anstehende Modernisierung des gesamten Campus-Managements und die Schaffung besserer Infrastrukturen für den Einsatz digital unterstützter Lehre.
Insgesamt geht es Guido Wirtz darum, die IT-abhängigen Arbeitsbedingungen stetig zu modernisieren und damit die Universität konkurrenzfähig zu halten. red