von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Burgkunstadt — Das war Musik in den Ohren der Punkmusik freunde: Auf dem englischen "Mike-TV" herrschte eitel Sonnenschein, die "Uncommon Men From Mars" aus Frankreich lösten ein mittleres "Rock'n'Roll-Erdbeben" aus und die Musiker der "Doods" aus dem Raum Redwitz zeigten, dass sie schon lange nicht mehr grün hinter den Ohren sind. Im Kronacher Jugend- und Kulturreff "Struwwelpeter" war vor drei Jahren ein legendärer Abend der punkmusikalischen Völkerverständigung über die Bühne gegangen, an den sich heimische Rockmusikanhänger noch gerne erinnern. Mit einer der drei Bands können die Fans am heutigen Samstag ab 21 Uhr ein Wiedersehen in der Burgkunstadter Kleinkunstkneipe "Rösla" feiern: "The Doods".
Diese erinnern sich gerne an das Konzert mit den beiden Profikapellen, in dessen Vorprogramm sie sich tapfer geschlagen hatten: "Es war für uns eine einmalige Erfahrung mit Gruppen, die über eine jahrelange Bühnenerfahrung verfügen, zusammenzuspielen", schwärmt Schlagzeuger Jannes Partheymüller. Er und seine Bandkumpels Yannik Mayer (Bass und Gesang) und Patrick Schröter (Gitarre und Gesang) hatten die Gunst der Stunde genutzt und damals ausgiebig mit den Profis gefachsimpelt.
Inzwischen hat sich das Trio zu einer routinierten Punkrockkapelle entwickelt, die im Landkreis und darüber hinaus einen guten Ruf genießt. Vor zwei Jahren schafften es die Musiker sogar ins Semifinale des weltgrößten Nachwuchswettbewerbs, des "Emergenza-Festivals". Und das völlig überraschend, wie sich Gitarrist und Sänger Patrick Schröter erinnert: "Wir hatten im Rahmen des Wettbewerbs in einem kleinen Nürnberger Club gespielt. Obwohl wir nur drei Fans dabei hatten, erhielten wir 40 Stimmen, was den Einzug in die nächste Runde bedeutete." Danach war Schluss gewesen. Doch die Musiker hatten dank des Wettbewerbs an Erfahrung und Reife gewonnen. Der eingängige, kompakte Punksound des Ensembles weckt die Lebensgeister und die tiefgründigen Texte, in denen sich ein soziales Bewusstsein widerspiegelt, lassen aufhorchen. Und last but not least beweisen die Akteure mit Songs, in denen es eine Ecke länger zugeht als im Drei-Akkorde-Lehrbuch gefordert, eindrucksvoll, dass sie spielerisch einiges drauf haben.