Bürgerbusse erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit. Insbesondere werden sie gerne von Seniorinnen und Senioren genutzt – gerade dann, wenn diese kein Auto besitzen, ihre Angehörige außerhalb wohnen, oder sie es sich aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr zutrauen, am Straßenverkehr teilzunehmen.

Bereits jetzt befinden sich einige solcher Fahrzeuge im Besitz der Gemeinde Altenkunstadt und der Stadt Burgkunstadt. Bei einer der vergangenen Sitzungen des Stadtrats von Burgkunstadt wurde überlegt, ein neues derartiges Fahrzeug anzuschaffen. Von der Zweiten Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen kam jedoch die Anregung, einmal mit der Nachbarkommune das Gespräch aufzunehmen und sich auf diese Weise die beträchtlichen Aufwendung zu ersparen, die trotz der Förderung anfallen. Gesagt getan, nahm die Stadtverwaltung mit der Gemeinde Altenkunstadt das Gespräch auf und es konnte eine kostengünstige und vertretbare Lösung gefunden werden.

Keine Fahrten wegen Corona

Nachdem die Corona-Ampel derzeit im Landkreis Lichtenfels, auf rot steht, fahre der Bürgerbus zwar gegenwärtig nicht. Im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit stelle es jedoch kein Problem dar, sagte Altenkunstadts Bürgermeister Robert Hümmer, den Bürgerbus seiner Gemeinde auch der Stadt Burgkunstadt zur Verfügung zu stellen. Denn: Zu normalen Zeiten fahre dieser immer am Donnerstag die Gemeindebürger von Altenkunstadt und kann deshalb, wie es in Burgkunstadt geplant ist, jeweils an den Dienstagen der Stadt überlassen werden.

Auch Christine Frieß, Erste Bürgermeisterin der Schuhstadt, die mit den Seniorenbusfahrerinnen und -fahrern und der Seniorenbeauftragten, Frau Eva-Maria Horn, gekommen war, sprach von einem besonderen Anlass. Einerseits sei die Neuanschaffung eines Bürgerbusses nicht erforderlich und andererseits verfüge das Fahrzeug der Gemeinde über die entsprechenden Einstiegshilfen, sodass auch älteren Mitmenschen unproblematisch in das Fahrzeug gelangen können; eine derartige Ausstattung weise das Behindertenfahrzeug der Stadt nicht auf.

Eine tolle Idee

Den Vorschlag der Zweiten Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen nannte sie dabei eine tolle Idee, die zudem mit der Nachbarkommune Altenkunstadt unproblematisch verwirklicht werden kann.

Ein gemeinsamer Dank der Verantwortlichen galt den ehrenamtlichen Schulbusfahrern, die teilweise schon über Jahrzehnte mitwirken. Auch für die Unterstützung durch Spenden wurde gedankt.

Anschließend unterzeichneten Bürgermeisterin Christine Frieß und Robert Hümmer den Vertrag für die Nutzung des Bürgerbusses im Rathaus von Altenkunstadt. Die Burgkunstadter Bürgermeisterin hatte auch bereits ein Schild dabei. Mit dem wird künftig schon von Weitem erkennbar sein, dass es sich hierbei um ein Fahrzeug handelt, das auch für die Bürgerschaft von Burgkunstadt unterwegs ist – sobald die Pandemie es zulässt und der Bürgerbus wieder Fahrt aufnehmen kann.