Einmütig hat der Marktgemeinderat am Dienstagabend dem Abschluss einer Zweckvereinbarung zwischen dem Landkreis Kulmbach und den kreisangehörigen Gemeinden über die interkommunale Zusammenarbeit in den Bereichen Datenschutz und Informationssicherheit zugestimmt. Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) ging davon aus, dass der Markt Ludwigschorgast im Jahr maximal 4,05 Euro pro Einwohner, also rund 3937 Euro, zu zahlen hat.

Leithner-Bisani (CSU) gab bekannt, dass die Bürgerversammlung am 21. Februar im Gasthof Schicker stattfindet.

Dogstationen angeregt

Daniela Wagner (CSU) regte die Aufstellung von zwei sogenannten Dogstationen an, an denen Hundekotbeutel entnommen und auch wieder entsorgt werden können. Sie schlug als Standorte die Wirtsberger Straße und den Radweg vor. Ihrem Wunsch soll nachgekommen werden.

Daniela Wagner sprach zudem den Aufruf des Landwirtschaftsministeriums an, auf privaten und öffentlichen Flächen Blühstreifen anzulegen, um den Aufwuchs von seltenen Ackerwildkräutern zu fördern und Insekten Nahrung zu geben. Alle Bürger sollten sich Gedanken über dazu geeignete Flächen machen, bat die Gemeinderätin.

Breiten Raum in der ersten Sitzung des neuen Jahres nahmen der Jahresrückblick 2018 und der Ausblick auf das neue Jahr ein. Die Bürgermeisterin kündigte schon jetzt schwierige Haushaltsberatungen an. Es gelte, in die Zukunft zu investieren.

Nur noch eine Parzelle

Sehr viel getan hat sich laut Leithner-Bisani im Baugebiet "Rother Bühl". Neben wenigen Erbpachtgrundstücken stehe dort nur noch eine Parzelle zum Verkauf. Man werde daher über die Ausweisung eines neuen Baugebiets nachdenken müssen.

Was die notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte angeht, seien sehr viele Gespräche geführt und eine erhebliche Erhöhung der Förderung erreicht worden. "Konkrete Aussagen kann ich dazu am 29. Januar machen. Wir werden dann auch einen Beschluss in dieser Sache fassen, der Grundlage unseres weiteren Handelns sein wird", sagte die Bürgermeisterin.

Untersucht werde ein möglicher Glasfaseranschluss des Schulgebäudes, so das Gemeindeoberhaupt. Ermittelt werden müsse ferner, wie groß das neue Regenüberlaufbecken sein muss. "Die Vorarbeiten für die wasserrechtliche Genehmigung verschlingen viel Geld", sagte sie. Nicht viel getan habe sich bei der Sanierung der Bahnhofstraße sowie beim Umbau der Kreuzung an der Bundesstraße 303. Die aktuelle Einwohnerzahl bezifferte Doris Leithner-Bisani auf 972 Personen.

Ein Dankeschön sagte die Bürgermeisterin dem Gemeinderat und der VG-Verwaltung für die gute und harmonische Zusammenarbeit. Das kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Leben werde im Wesentlichen von den Vereinen geprägt. Allen ehrenamtlich Engagierten galt ihr großes Lob. Dank zollte sie zudem Georg Wamser, Silvia Konrad, Tobias Braunersreuther, Anton Leithner und Michaela Popp für ihre große Hilfe und wertvolle Arbeit. 2019 komme wieder ein großes Stück Arbeit auf alle zu.

Blumenstrauß überreicht

Die Bürgermeisterin wünschte sich weiterhin ein harmonisches und sachliches Miteinander sowie ein glückliches Händchen bei den anstehenden Entscheidungen.

Zweiter Bürgermeister Thorsten Schwieder (CSU) lobte das gute Miteinander im Gemeinderat, der stets verantwortungsbewusst entscheide, um das Beste für die Marktgemeinde Ludwigschorgast zu erreichen. Er überreichte Doris Leithner-Bisani einen Blumenstrauß.

"Wir diskutieren immer sachlich und treffen gute Entscheidungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. 2019 stehen uns einige Baustellen bevor, Ludwigschorgast investiert für die nächsten Generationen", sagte Tobias Braunersreuther für die SPD-Fraktion.