Jeden Donnerstag ist die Gruppe der aktiven Senioren "Kolping 60 plus" seit 2004 unterwegs und erfreut sich dabei eines sehr guten Zuspruchs. Zum 15. Mal standen die vier Donnerstage im Advent unter einem vorweihnachtlichen Thema.

Eine Gruppe von 25 bis 40 Personen machte sich jeweils auf den Weg zu vier Kirchen und Kapellen in der Umgebung Neunkirchens. Mittlerweile haben die Kolping-Senioren 60 Gebetsstätten besucht. Zur Einstimmung las der Ehrenvorsitzende der Kolpingsfamilie, Wilhelm Geist, eingerahmt von meditativer Musik Gedanken und Texte zum jeweiligen Tagesthema.

Der erste Weg führte zur Kirche St. Walburga nach Oberehrenbach. Das Thema war: "Die Weisen aus dem Morgenland auf dem Weg nach Betlehem". Der Weg zurück nach Neunkirchen (16 Kilomter) ging über Regensberg, Ermreuth, Rödlas und Großenbuch. Bei hereinbrechender Dunkelheit erreichte die Gruppe St. Michael Neunkirchen mit dem angestrahlten Stern auf der Kirchturmspitze.

Zum Motto "Maria und Josef auf dem Weg nach Betlehem" war der Ausgangspunkt die Dorfkapelle von Lilling. In Lillinghof steht die renovierte Kapelle mit der eindrucksvollen Ausmalung von Wendelin Kusche. Der Maler hat das Marienleben nach dem Jakobus-Evangelium dargestellt. Der Weg führte 14 Kilometer über Weißenohe, Stöckach, Oberlindelbach und Großenbuch.

Der dritte Weg begann in der Kirche St. Theresia von Sieglitzhof, eine moderne, neugestaltete Kirche. Der Heimweg über Spardorf, Uttenreuth und Rosenbach bei winterlichen Temperaturen bot Gelegenheit, über den eigenen Weg zur Krippe nachzudenken.

Der Start am vierten Tag wurde auf den Nachmittag verlegt und eine Laternenwanderung um Neunkirchen war angesagt. In der Hauskapelle des Alten- und Pflegeheims stimme sich die Gruppe ein auf das Thema "Gott selbst kommt in seinem Sohn zu uns Menschen." Anschließend zog die Kolpingsfamilie zur Pfarrkirche St. Michael. Dort richtete sich der Blick auf den angestrahlten Hochaltar von 1724. Oberhalb des Altarbildes mit dem heiligen Michael ist ein Medaillon angebracht in lateinischer Schrift, frei übersetzt lautet der Text: "Meine Freude ist es, bei den Menschen zu wohnen." Bereits im Alten Testament wurde damit die Liebe Gottes zu den Menschen zum Ausdruck gebracht. Mit der Geburt seines Sohnes in Bethlehem ist dies sichtbar geworden. red