Übermäßig lange zog sich der öffentliche Teil der Gemeinderatssitzung in Stegaurach zuletzt nicht hin. Standen doch nur Projekte, Änderungen und Beschlüsse auf der Tagesordnung, über die das Gremium ohne lange Diskussionen entscheiden konnte und wollte. Kollegial war man also einmal mehr im Sinne der Bürger unterwegs.

Die benachbarte Marktgemeinde Burgebrach hatte für zwei neue Baugebiete jeweils Änderungswünsche im Bebauungs- und Grünordnungsplan vorgelegt, die das Ratsgremium unkompliziert passierten.

Dann brachte man die Satzung über die Auszeichnungen der Gemeinde Stegaurach auf den neuesten Stand. Zu den unterschiedlichen Geburtstags- und Ehe-Jubiläen reicht die Gemeinde immer schon attraktive Aufmerksamkeiten aus. Das wird weiterhin so bleiben, nur bei der einen oder anderen Auszeichnung hat sich nun die Zusammensetzung der Gaben etwas geändert.

Steigende Abwassergebühren

Ebenfalls unkompliziert passierte nach einer instruktiven Zahlenübersicht durch Kämmerin Heike Wächtler die "dritte Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung".

Hinter diesem Sprachungeheuer verbarg sich dann aber, wie Wächtler unaufgeregt darlegen konnte, keine Überforderung der Bürgerschaft, sondern eine sehr moderate Anhebung der Abwassergebühren. Seit dem Jahr 2008 hat es laut Wächtler keine Gebührenanhebung mehr gegeben, weshalb man eine Änderung zuletzt vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband habe errechnen lassen.

Und entsprechend dieser Neukalkulation beschloss der Rat dann auch die Anhebung des Gebührensatzes pro Kubikmeter Schmutzwasser von 1,26 auf 1,49 Euro. Die Satzung wurde entsprechend geändert.

Schließlich galt es noch, einen weiteren Bürgerservice auf den Weg zubringen, der dem Bürger nicht all zu schwer auf dem Geldbeutel liegen sollte. Denn die beschlossene Einrichtung eines Bürgerservice-Portals, das auf der Gemeinde-Homepage eingerichtet wird, wird bei den Anschaffungskosten vom Freistaat mit 80 bis 90 Prozent der Kosten für Anschaffung und Einrichtung bezuschusst. Wer jetzt schon einmal sehen wolle, was das Service-Portal bringe, solle, so Erster Bürgermeister Thilo Wagner, auf die Homepage der Gemeinde Memmelsdorf gehen, denn da sei das Portal schon eingepflegt und aufrufbar.

Familienkalender kommt

Schließlich unterrichtete die Verwaltung noch über den Stand der Erneuerung bei den gemeindlichen Telekommunikationsanlagen, die nach mehreren Updates zwischen 2003 und 2016 unausweichlich geworden sei und im Zuge der Inbetriebnahme des Böttingerschen Landhauses als repräsentativstem Veranstaltungsraum der Gemeinde ohnehin angestanden habe.

Und dann rückte Bürgermeister Wagner noch mit einem Knüller heraus. In der hohen Corona-Pandemie-Phase im Sommer des Jahres hatte die Gemeindeverwaltung die Kids vor Ort zu einem Malwettbewerb eingeladen. So viele tolle Ergebnisse seien dabei dann herausgekommen, dass man nun einen Familienkalender mit den Kunstwerken drucken lassen wolle, der dann für eine Schutzgebühr von zwei Euro verkauft werde. Der Erlös fließt einem guten Zweck zu.