"Menschenrechte im 21. Jahrhundert" - zu diesem Thema kamen die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar und Fraktionskollegin Bärbel Kofler bei der Reihe "Fraktion vor Ort" in Sand ins Gespräch mit den Bürgern. Davon berichtet die SPD.
"Menschenrechte sollten eine Selbstverständlichkeit sein!", sagte Sabine Dittmar. Aber schon die Tatsache, dass sie Thema einer Diskussionsveranstaltung seien und dass es eine Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung mit viel Arbeit gebe, zeige, "dass Anspruch und Wirklichkeit leider viel zu oft viel zu weit auseinanderklaffen". Was Kofler bestätigte. "Wir brauchen einen klaren Blick auf die weltweiten Verletzungen von Menschenrechten und den stetigen Willen, die Situation zu verbessern".
Seit März 2016 ist Kofler Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe. Menschenrechtsverletzungen begännen oft im Kleinen. "Entscheidend ist schon, wie wir über Menschen reden." Kofler nannte als Beispiele Diskriminierungen bis hin zum Rassismus durch Sprache im Alltag.
Kofler lenkte den Blick auf Inklusion, Gleichberechtigung oder das Agieren deutscher Unternehmen im Ausland: Treten sie für den Schutz der Menschenrechte ein? "Das T-Shirt für fünf Euro trägt jeder gerne, aber die Umstände, unter denen es produziert wird, interessieren kaum jemanden", erklärte Bärbel Kofler. Unternehmen sollten ihrer menschenrechtlichen Verantwortung gerecht werden, wenn sie im Ausland produzieren. Zur Flüchtlingsfrage sagte Kofler:"Wir haben eine gesamteuropäische Verantwortung, Flüchtlinge in Seenot aufzunehmen."
Sie kämen aus Ländern, in denen sie "grausamsten Menschenrechtsverletzungen" ausgesetzt seien. Sie zurückzuschicken sei eine "Bankrotterklärung der Menschenrechte - Asyl ist ein Menschenrecht und kein Gnadenakt." red