Am 7. August 2013 startete ein in seiner Konzeption bis dahin in Bamberg noch nicht da gewesenes Projekt:
Unter Federführung des Vereins für Jugendhilfe Bamberg e.V., mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft Bamberg und in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) Bamberg machte sich eine Handvoll straffällig gewordener Jugendlicher daran, im Umweltgarten Fuchsenwiese den Rohbau eines Pavillons fertigzubauen und mit einer Rampe behindertengerecht auszustatten.
Der Lohn dafür war die Vermeidung von Jugendarrest, zu dem sie wegen verschiedenster Straftaten vom Jugendgericht verurteilt worden wären. Das Projekt, das in den Folgejahren jeweils über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen mit unterschiedlichen Gruppen fortgeführt wurde, ist abgeschlossen.


2400 Arbeitsstunden

Insgesamt haben 56 männliche und weibliche Jugendliche in vier Jahren unter pädagogischer Betreuung insgesamt mehr als 2400 Arbeitsstunden in das gemeinnützige Umweltprojekt investiert. Der LBV-Umweltstation Fuchsenwiese steht jetzt ein "grünes Klassenzimmer" für die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung.
Zugleich wurden pädagogische Effekte erzielt: Die Jugendlichen "büßten" ihr Fehlverhalten durch den Dienst an der Allgemeinheit und lernten Sozialkompetenz, indem sie Verantwortung übernahmen.
Für Projektleiter Wolfgang Maier vom Verein für Jugendhilfe hat sich die Mühe gelohnt. "Die Jugendlichen mussten körperlich hart arbeiten, gruppendynamische Prozesse durchlaufen und sich an ihren Leistungen messen lassen," so der Sozialpädagoge. red