Bereits zum 9. Mal veranstalteten die beiden Förderzentren der Caritas, die Maximilian-Kolbe-Schule mit der Rektorin Martina Musmann-Jäger und die St.-Katharina-Schule mit ihrem Rektor Werner Lindner, unter Mithilfe zahlreicher Lehrkräfte und Helfer das inklusive Sport- und Spielefest im Stadion an der Friedenslinde. Neben den Schülern der beiden Förderschulen beteiligten sich auch Schüler des Förderzentrums von Regens Wagner aus Burgkunstadt und Schüler der beiden ersten Klassen der Grundschulen Burgkunstadt, Michelau, Hochstadt, Lichtenfels am Markt und der Dr. Roßbach-Grundschule Lichtenfels.
Ein eindrucksvolles Bild boten die etwa 200 Schüler, als sie sich zu Beginn zur Begrüßung in 20 Riegen zu je zehn Schülern aufstellten, die sich jeweils aus den verschiedenen Schulen zusammensetzten. Die Schüler hatten insgesamt zehn Stationen zu bewältigen, die wiederum von Schülern einer 10. Klasse des Meranier-Gymnasiums betreut wurden, womit diese auch einen Beitrag zur Inklusion leisteten.
Im stetigen Wechsel durchliefen dann die einzelnen Riegen nacheinander alle Stationen, die teilweise sportlichen Charakter hatten, überwiegend aber auf Geschicklichkeit und spielerische Elemente abgestimmt waren.
Rein sportliche Wettbewerbe standen mit Zonenweitsprung, Hürdenlauf und Sprint in Form eines Staffellaufs auf dem Programm.
Beim Werfen mit kleinen Bällen auf eine Torwand oder Zielspritzen mit einem Strahlrohr waren Geschicklichkeit und Zielsicherheit gefordert, während das Kuhmelken, der Hindernislauf mit Medizinbällen, das Schubkarrenrennen, das Dachrinnenbalancieren mit einem kleinen Ball und das Teamspiel "Haltet das Feld frei" einfach nur Spaß machten. Aber auch Schüler mit einer umfassenderen Behinderung wurden durch eine spezielle Station mit eingebunden.


Gemeinschaftssinn gefördert

Im Mittelpunkt des Sportfestes habe nicht das sportliche Leistungsvermögen der Schüler, sondern das gegenseitige Kennenlernen, die Förderung des Gemeinschaftssinns und eines lebendigen Miteinanders von jungen Menschen mit und ohne Behinderung sowie die Freude an sportlicher Bewegung gestanden, unterstrich Martina Musmann-Jäger.
"Mit dieser Veranstaltung wollen wir im Sinne von gelebter Inklusion die Bewusstseinsbildung für die Belange von Menschen mit Behinderung stärken und ihre Fähigkeiten fördern", betonte Rektor Werner Lindner. Auch der Dritte Bürgermeister Winfried Weinbeer, der Direktor des Meranier-Gymnasiums, Stefan Völker, die Rektorin der Johann-Puppert-Schule Michelau, Alexandra Kober, und weitere Lehrkräfte stellten den Inklusionsgedanken in den Vordergrund.
Bei der Abschlussfeier durfte jeder Teilnehmer eine Medaille als Dank und Belohnung für seinen Einsatz entgegennehmen. Wie schon zu Beginn des Sportfestes begeisterte auch zum Abschluss der Veranstaltung die neu gegründete Cheerleader-Gruppe der Maximilian-Kolbe-Schule mit einem rasanten Auftritt zu dem Lied "Theo, Theo ist fit" die Teilnehmer und Besucher.