Im wichtigsten Punkt der Tagesordnung der Stadtratssitzung in Königsberg am Dienstagabend ging es um die Einrichtung einer Ganztagesschule an der Regiomontanus-Grundschule Königsberg. Das Projekt wird jetzt anders realisiert als gedacht.
In einer nicht öffentlichen Sitzung am 17. Januar hatte der Stadtrat seine Bereitschaft bekundet, für eine offene Ganztagesschule, bei der die Kinder den ganzen Tag in dieser Einrichtung verbringen, an der Grundschule Königsberg die erforderlichen Kosten zu tragen. Eine anschließende Befragung der Eltern ergab aber, dass dafür zu wenig Interesse besteht. Die Mindestzahl von 14 Schülern für die Einrichtung konnte nicht erreicht werden.


Die Alternative

Zur Abdeckung eines Betreuungsangebotes wurde nun eine andere Lösung gefunden. Die evangelische Kirchengemeinde erklärte sich bereit, in den Räumen der "alten" Schule einen Kinderhort zu betreiben. Darin werden die Kinder bis einschließlich der vierten Jahrgangsstufe betreut, müssen aber nicht den ganzen Tag dort verbringen. Es sind individuelle Besuchszeiten möglich. Der Unterschied zur offenen Ganztagesschule besteht darin, dass der Besuch dieser offenen Mittagsbetreuung kostenpflichtig ist. Nach nur kurzer Aussprache stimmten alle Stadträte dem Beschlussvorschlag zu, der lautet: "Der Stadtrat der Stadt Königsberg unterstützt die Einrichtung eines Horts in den Räumen der alten Schule durch die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, stellt die erforderlichen Räumlichkeiten bereit und trägt den Kostenanteil. Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Nutzungsvereinbarung vorzubereiten. Zu einer eventuell erforderlichen baulichen Nutzungsänderung wird das Einverständnis erteilt."
Die Einrichtung des Horts erfolgt zu Beginn des Schuljahres 2017/18 im September. sn