Seit dem Jahr 2003 wählt die "Meerrettichstadt" Baiersdorf alle zwei Jahre die Bayerische Meerrettichkönigin.
Bereits seit dem 15. Jahrhundert befindet sich rund um die Stadt Baiersdorf das traditionsreichste Meerrettichanbaugebiet der Welt.
Um diese Anbaukultur zu bewahren, repräsentiert die neue Königin Meerrettich und die schöne Stadt Baiersdorf. Besonders das Interesse und der Bezug zum scharfen Wurzelgemüse sind den Initiatoren der Wahl wichtig.
Der Öffentlichkeit wird die neue Majestät am 17. September auf dem diesjährigen 15. Baiersdorfer Krenmarkt vorgestellt. Geschichtlich ist Baiersdorf sehr mit dem Meerrettich verbunden. Der Nürnberger Markgraf Johann residierte im 15. Jahrhundert in der beschaulichen Stadt auf Schloss Scharfeneck. Der Sage nach brachte er die scharfe Wurzel "aus einem fernen Land" nach Franken. Dank des Rufes, eine "Zauberwurzel" zu sein, gebot Markgraf Johann fortan den Baiersdorfern den Meerrettichanbau. Von dem Schloss ist heute leider nichts mehr erhalten.
Nur ein Gedenkstein erinnert an das stattliche Gebäude mit seinem ehemaligen Bewohner, der Baiersdorf den Meerrettich brachte. Wirtschaftlich ist Baiersdorf jedoch immer noch die "schärfste Stadt" Bayerns, den n die beiden führenden Hersteller von Meerrettich-Spezialitäten haben hier schließlich ihren Sitz. red