Einen neuen und zugleich alten Vorstand hat der Kulmbacher Kreisjugendring in seiner virtuellen Jahreshauptversammlung gewählt. Sabine Knobloch wurde in ihrem Amt als Vorsitzende ebenso bestätigt wie ihr Stellvertreter Jannik Wagner. Die fünf weiteren Vorstandsmitglieder heißen Michael Schramm, Marco Dörfler, Stefan Ludwig, Yvonne Hohlweg und Melanie Türk.

Das langjährige Mitglied Bernd Neidhart (Bayerischer Sportbund) stand nicht mehr zur Verfügung, steht dem Vorstand aber ebenso wie Harry Weiß (Sparkasse Kulmbach-Kronach), Bernd Müller (Mediengruppe Oberfranken), Gerhard Zettel (VR-Bank Oberfranken-Mitte) und Peter Hübner (Polizei Kulmbach) als Einzelpersönlichkeit beratend und unterstützend zur Seite.

Umzug gelungen

Knobloch sowie die Vertreter der Landkreisjugendarbeit und des Jugendzentrums blickten auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. "Es war geprägt von unserem Umzug an den neuen Standort im Bahnhof", erklärte die Vorsitzende. "Großartig war, dass wir von allen Seiten so viel Unterstützung erhalten haben, sei es finanziell, räumlich oder tatkräftig." Ein Highlight sei die Verleihung des Sozialpreises der Oberfrankenstiftung für die Zukunftswerkstätten gewesen. "Die Preisgelder, die wir bislang eingenommen haben, sammeln wir und setzen sie zweckgebunden für angestoßene Projekte in den Gemeinden ein."

Auch für die Stadt Kulmbach sei für 2020 die Einführung einer Zukunftswerkstatt geplant gewesen, "aber leider wurden alle Bemühungen durch Corona ausgebremst", erklärte Sabine Knobloch. Daher habe man dieses Vorhaben in die Planung für 2021 aufgenommen. "Wir haben jetzt mal so geplant, als ob nichts wäre", sagte sie, und falls es doch anders käme, sei man kreativ, flexibel und halte zusammen.

Weiter wolle man die Bundestagswahl zum Thema machen und durch eine U-18-Wahl die jungen Leute abholen und zur Stimmabgabe animieren. In einer neuen Reihe unter dem Titel "Im Gespräch mit ..." solle es für Jugendliche die Möglichkeit geben, mit Politikern und sonstigen Personen des öffentlichen Lebens in Kulmbach über wichtige Themen zu sprechen.

Im Bereich der Landkreisjugendarbeit gibt es auch viele Pläne. "Zwar können wir nicht wie gewohnt mit großem Auftakt in das neue Jahr starten, denn der Kinderfasching kann leider nicht stattfinden, aber wir haben bereits ein attraktives Programm erarbeitet", erklärte Melanie Dippold vom Landratsamt. Es werde wieder einen autofreien Sonntag geben, eine Ferienbetreuung, einen Ferienpass, das Spielmobil und hoffentlich die Kinderkreativtage und das Family-Fun-Festival. "Das musste auch ausfallen, was schade war, denn es wäre das 30. gewesen", erklärte Jürgen Ziegler, Geschäftsführer des KJR.

Haushalt steht

Er referierte noch über den geplanten Haushalt. "Für 2021 sind keine größeren Anschaffungen geplant, ausstattungstechnisch sind wir zufrieden." Man rechne allerdings mit weniger Umsätzen im Jugendzentrum. "Wir haben dennoch ähnlich wie für 2020 kalkuliert, denn wir wollen Kindern und Jugendlichen Spaß bereiten."

Seitens der Kämmerei am Landratsamt sei ihm auch signalisiert worden, dass es mit Zustimmung der politischen Gremien den gleichen Zuschuss wie im Vorjahr geben soll. "An der Jugendarbeit zu sparen wäre an der falschen Stelle gespart."

Damit das Angebot auch im Jugendzentrum attraktiver wird, haben sich Franziska Pfreundner und ihr Team in der Corona-Auszeit mächtig ins Zeug gelegt. "Wir haben unser Jahresprogramm so aufgebaut, dass wir flexibel reagieren können, es wird auch einiges online passieren", erklärte sie. Jugendliche hätten auch die Möglichkeit, sich über einen Discord-Server einen eigenen virtuellen Raum einzurichten.

Juz noch schöner gemacht

"Darüber hinaus haben wir das Juz noch schöner gemacht. Es gibt eine neue Couch-Lounge und eine Zockerecke sowie Palettenmöbel - "wir wollen, dass sich die Jugendlichen bei uns wohlfühlen", so Pfreundner.

Jürgen Ziegler überbrachte auch den Dank von Landrat Klaus Peter Söllner. Bezirksrat Thomas Nagel wies darauf hin, dass in Oberfranken 250 000 Kinder und Jugendliche organisiert seien und dass der Bezirksjugendring die Jugendarbeit weiter unterstützen werde.

Lena Herrmannsdörfer vom Bezirksjugendring verwies auf Projekte und Fortbildungen. Thorsten Grampp betonte als Jugendsprecher der Stadt, wie wichtig es sei, die Zukunftswerkstatt Kulmbach 2021 anzupacken. "Wir werden das hoffentlich nächstes Jahr durchziehen können."