Fast alle Kommunen des Flussparadieses Franken von Michelau in Oberfranken und Bad Staffelstein im Norden bis Eggolsheim und Hallerndorf im Süden sowie Knetzgau im Westen waren zur Mitgliederversammlung nach Frensdorf (Kreis Bamberg) gekommen. Vorsitzender Landrat Johann Kalb (Bamberg) hieß die zwischen Rauher und Reicher Ebrach gelegene Gemeinde als jüngstes Mitglied willkommen, wie das Flussparadies mitteilte.

Seit November 2005 gibt es den Verein Flussparadies Franken, zu dessen Gründung sich nach einer dreijährigen Projektlaufzeit am damaligen Wasserwirtschaftsamt in Bamberg die Main- und Regnitztalkommunen entschlossen hatten. Alle 19 Gründungsmitglieder sind bis heute aktiv dabei.

Der Vorschlag der Geschäftsführerin Anne Schmitt, die Mitgliedsbeiträge um 300 Euro für Kommunen und 500 Euro für Landkreise und kreisfreie Städte anzuheben, wurde einstimmig angenommen. Es ist die erste Beitragserhöhung überhaupt. Der Verein hat damit die Arbeit der Geschäftsstelle und für zukünftige Projekte wieder auf eine solide Basis gestellt.

Die Idee einer übergreifenden Zusammenarbeit entlang der Flüsse hat die Gemeinde Knetzgau vor zwei Jahren für den ganzen Main als wichtiges Thema aufgegriffen. Der Bürgermeister Stefan Paulus will mit dem Flussparadies Franken als Projektträger und in Abstimmung mit den Landkreisen und kreisfreien Städten noch in diesem Jahr eine Koordinierungsstelle für den gesamten Main unter dem Titel "geMainSam" auf den Weg bringen. So kann die bestehende hervorragende Netzwerkstruktur des Flussparadieses Franken im Rahmen eines dreijährigen Projektes zunächst für den bayerischen Main erweitert und erprobt werden. Der Sitz der Koordinierungsstelle soll Knetzgau sein. Die Gemeinde stellt dafür Räume und Infrastruktur zur Verfügung und sichert den Finanzfluss ab. red