Vollkommen unbeeindruckt von den andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie zeigte sich der Kulmbacher Nachwuchs-Schwimmer Finn-Constantin Kleinheinz. So schrammte das 13-jährige Nachwuchstalent beim Vergleichswettkampf der Bundes- und Landeskader in Würzburg nur knapp am deutschen Nachwuchs-Rekord vorbei. "Den will ich aber im nächsten Jahr holen", sagt der Kulmbacher, der inzwischen für den SV Bayreuth startet.

Wegen Corona sind seit März nahezu alle Schwimmwettkämpfe ausgefallen, auch die Deutschen Meisterschaften. Nach monatelanger Pause fand nun kurz vor Weihnachten in Würzburg ein Sichtungswettkampf statt, zu dem 24 Schwimmer des Bundes- sowie Landeskaders eingeladen waren.

Nachdem Kleinheinz in diesem Jahr bereits mehrere bayerische Altersklassenrekorde geknackt hatte, ging er diesmal über drei Distanzen auf die Jagd nach weiteren Bestmarken. Die 200 Meter Freistil nutzte der Kulmbacher zum Einschwimmen und blieb mit 2:05,78 Minuten und Platz 4 minimal hinter der eigenen Bestzeit zurück.

Nicht nur die eigene Bestzeit knackte er hingegen über 800 Meter Freistil. Nachdem Kleinheinz den bestehenden bayerischen Altersklassenrekord in diesem Jahr bereits zwei Mal überboten hatte, setzte er in Würzburg noch einen drauf. Mit einer Zeit von 8:51,10 Minuten verbesserte Finn-Constantin den eigenen Rekord noch einmal um knapp vier Sekunden. Zudem war er damit der schnellste Schwimmer auf dieser Distanz im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld.

Weiterer bayerischer Rekord

Außerdem fehlten Kleinheinz nur rund vier Sekunden auf den deutschen Altersklassenrekord, der bereits im Jahr 1985 vom mehrmaligen Junioren-Europameister Torsten Wilhelm aufgestellt wurde und der zu den ältesten Schwimmrekorden in Deutschland gehört. Auch über 400 Meter Freistil knackte er schließlich die eigene Bestzeit und eroberte zudem mit 4:19,27 Minuten einen weiteren bayerischen Altersklassenrekord. Finn-Constantin verbesserte die im Jahr 2014 vom Würzburger Jan Laudam aufgestellte Marke um fast sechs Sekunden. Damit schwamm der 13-Jährige auf Platz 3 hinter zwei bereits volljährigen Schwimmern, wobei der Frankfurter Richard Braunberger aus dem Nationalkader Sieger wurde.

Finn-Constantin Kleinheinz führt nach seinem Rekordjahr die deutsche Jahres-Bestenliste seines Jahrgangs 2007 über 200 Meter, 400 Meter, 800 Meter und 1500 Meter Freistil an.

Der junge Kulmbacher bedankt sich ausdrücklich bei den Stadtwerken Kulmbach und Bayreuth, die ihm auch während der Corona-Einschränkungen ein Training in ihren Schwimmbecken ermöglicht haben. red