Lichtenfels — Endlich soll es mit dem Hochwasserschutz für Klosterlangheim, Mistelfeld und den südlichen Stadtbereich vorangehen. Ein einstimmiger Beschluss des Stadtrates in der jüngsten Sitzung ging sogar über die Mittelbereitstellung für die Wasserrückhaltung Scheubelsgraben und die Willensbekundung zur Fortführung der Planungen für den Tempelsgraben hinaus. Das Ortsbild von Klosterlangheim wird zudem von Dorferneuerungsmaßnahmen profitieren, die das Amt für Ländliche Entwicklung vorgeschlagen hat. Dazu zählt die Neugestaltung der Dorfmitte und der Abt-Mösinger-Straße sowie die Sanierung der ehemaligen Katharinenkapelle und des Heimatmuseums. Für die beiden städtischen Gebäude sind nach den Dorferneuerungsrichtlinien Zuschüsse von je bis zu 150 000 Euro möglich. In dem geschnürten Gesamtpaket stellte das Amt für Ländliche Entwicklung für die Wasserrückhaltung Scheubelsgraben einen Fördersatz von 75 Prozent in Aussicht. Damit würde sich der Eigenanteil der Stadt noch auf 195 000 Euro belaufen - eine Chance, die man nicht vorbeiziehen lassen sollte, wie Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) anmerkte.
"Ich freue mich, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden", betonte Winfred Bogdahn (SPD). Bernhard Christoph (Grüne) versprach sich mit den Vorhaben neben dem Entschärfen einer möglichen Hochwasserwelle auch eine Aufwertung von Klosterlangheim im Hinblick auf den Tourismus. Roland Lowig von der Wählervereinigung Leuchsental-Jura freute sich ebenfalls darüber, dass die Ortsmitte einbezogen wird.
Gleichzeitig wurde auf die finanzielle Tragweite des Beschlusses hingewiesen und vor einer "Euphorie des Geldausgebens" (Robert Gack, CSU) gewarnt.
Der Bürgermeister merkte an: "Wir können kein Geld ausgeben, was wir nicht haben." Aber man wolle die Sachverhalte ernst nehmen und entsprechend die Weichen stellen. pp