Zum Bericht "Kloster St. Anton muss sein Angebot an Gottesdiensten zurückfahren" vom 24. Februar:

Das Forchheimer Kloster fehlt mir sehr, besonders jetzt in den Kar- und Ostertagen. Es fehlt nicht nur uns Alten, was der Leserbrief der jungen Franziska Schreyer beweist. Die Chor- und Orchtermessen an den Feiertagen gehören seit ich denken kann, das ist seit mindestens 60 Jahren, zum Feiertag. Das Klosterchor, das Orchester und besonders der unermüdliche Franz-Josef Saam haben immer mit großem Einsatz musiziert, die Kirchenbesucher begeistert, die Kirche war immer voll mit Menschen jeden Alters.
Mozart und Haydn haben ihre Messen für den Gottesdienst komponiert und da leben sie, nicht im Konzertsaal. Auch wenn sie von Profis musikalisch perfekt gespielt werden, fehlt im neutralen Saal etwas vom religiösen Bezug. Das Kloster war eine Zelle christlicher Tradition und noch sehr lebendig. Es wäre sinnvoll gewesen, dieses Leben zu bewahren und zu pflegen in einer Zeit der Kirchenferne und der leeren Kirchen. Deshalb war es meines Erachtens eine Rationalisierung am falschen Fleck.
Gerda Poiger
Forchheim