Bamberg — Mit einem großen Fest- und Kulturprogramm wird die 1000-Jahr-Feier des Klosters St. Michael im kommenden Jahr gefeiert. Bambergs Kulturreferent, Bürgermeister Christian Lange (CSU) hat jetzt das Konzept vorgestellt. Das Diözesanmuseum, die städtischen Museen, die Staatsbibliothek Bamberg und das Stadtarchiv Bamberg werden Ausstellungen über diese einmalige Klosterlandschaft vorbereiten, die Teil des Unesco-Welterbes "Altstadt von Bamberg" ist. Konzerte, Lesungen, Führungen, Kunstaktionen und andere Projekte werden zwischen Mai und Oktober die verschiedenen kulturtragenden Aspekte klösterlichen Lebens thematisieren, wie Religion, Wissenschaft, Heilkunde, Kunst und Agrarkultivierung.

Herausragende Bedeutung

Ziel ist, die herausragende Bedeutung der Michelsberger Klosterlandschaft in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. "Wie das 1000. Domjubiläum soll das Michelsberg-Jubiläum ein herausragendes kulturelles Ereignis in Bamberg mit überregionaler Strahlkraft werden", betont der Bürgermeister.
1Seit 1015 steht das Benediktinerkloster St. Michael auf einer beherrschenden Höhe über Bamberg. Gegründet wurde es vom ersten Bamberger Bischof Eberhard (1007-1039) mit Unterstützung durch Kaiser Heinrich II. Die Weihe der Klosterkirche fand am 2. November 1021 in Gegenwart des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde sowie zahlreicher Bischöfe statt. Eine erste Blüte erlebte das Kloster unter Bischof Otto I. (1102-1139) in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Als Ort der Gelehrsamkeit wurden Bibliothek und Schreibstube zu Multiplikatoren der Wissenschaft. Hier wurde durch Abschreiben alter Handschriften wertvolles Wissen erhalten und durch intensive Auseinandersetzung mit Zeitrechnung und Geschichte neue Erkenntnisse gewonnen. Das gotische Hochgrab des 1189 heilig gesprochenen Bischofs Otto I. bildet bis heute in St. Michael einen Ort frommer Verehrung. Die stadtbildprägende barocke Klosteranlage geht auf Umbauten im 18. Jahrhundert zurück, für die mit Leonhard Dientzenhofer und Baltasar Neumann zwei der bedeutendsten Architekten Süddeutschlands verantwortlich zeichnen.
Das Gesamtdenkmal ist für die Stadt Bamberg von herausragender Bedeutung und eine Attraktion für Touristen und Einheimische gleichermaßen. Besonders beeindruckend sind die barocke Kirchenfassade mit ihrer ausladenden Freitreppe und die prächtige Ausstattung des Innenraumes.
Einzigartig sind der "Himmelsgarten", das Deckengemälde mit 578 detailgetreuen Blumen und Heilkräutern, aber auch die ergreifenden Totentanz-Darstellungen in der Heilig-Grab-Kapelle. Der barocke Terrassengarten der Klosteranlage mit einem Brunnen und zwei Pavillons sowie der Weinberg am Südhang suchen ihresgleichen. red