Kunstvoll verarbeitete Spitze kennt sicherlich jeder. Werden sie heute größtenteils maschinell gefertigt, so wurden sie bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts noch ausschließlich per Hand hergestellt. Die ganz besondere Technik, die dazu vonnöten ist, das Klöppeln, beherrschen heute nur noch wenige. Eine solche Meisterin ihres Fachs ist Hildegard Stäblein aus Wülfershausen. Sie wird am Sonntag, 14. August, von 13 bis 17 Uhr im Henneberg-Museum in Münnerstadt einen Einblick in diese Kunst geben. "Wir freuen uns, dieses seltene Handwerk vorstellen zu können", erklärt Museumsleiter Björn Hein.
Andreas Scholl, der die Drechselausstellung organisierte, hatte die Idee, alte Handwerke, die selten geworden sind, zu zeigen. Und auch die Verknüpfung mit dem Drechseln ist gegeben, was zeigt, wie sehr die verschiedenen Handwerke sich beeinflussten. "So wurden die Klöppel gedrechselt", weiß Hein zu berichten. Hildegard Stäblein wird auch bei Fragen zur Verfügung stehen. Die Hobbydrechsler werden vor Ort sein, um ihr Handwerk zu erläutern. Der Eintritt ist frei. red