Globale Erwärmung und Fluchtursachen stehen oftmals in einem direkten und messbaren Zusammenhang, wie der Bamberger Politologe Marc Helbling in der Studie "Globus in Bewegung: Klima und Migration" am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zeigen konnte. Dieses gesellschaftlich und politisch hochaktuelle Thema greift auch die öffentliche Vortragsreihe "Geographisches Kolloquium" an der Universität Bamberg auf: Für den zweiten von insgesamt drei Vorträgen ist am morgigen Donnerstag die Kieler Humangeographin und Sozialanthropologin Silja Klepp zu Gast am Institut für Geographie: Sie spricht am Beispiel der Insel Kiribati über "Klimawandel und Migration: Perspektiven eines Pazifischen Inselstaates".

In ihrem Vortrag fächert Silja Klepp das interdisziplinäre Feld der Klimamigrationsforschung auf und untersucht, welche unterschiedlichen Erzählweisen und Interessen damit verknüpft werden. Anschließend lernen die Zuhörer den Inselstaat Kiribati im zentralen Pazifik kennen, der sehr stark vom Klimawandel bedroht ist: Klimaforscher gehen davon aus, dass er mittel- bis langfristig unbewohnbar sein wird. Die Regierung Kiribatis sucht mit unterschiedlichen Herangehensweisen nach Lösungen für die Zukunft des Landes. Sie setzt dabei auch auf einen langfristigen Auszug seiner Bürger und auf die Strategie "Migrate with Dignity", die eine Migration "in Würde" erlauben soll.

Am Donnerstag, 30. Januar, begrüßen die Organisatoren des "Geographischen Kolloquiums" Marc Luy von der Österreichischen Akademie der Wissenschaft in Wien. Sein Thema trägt den Titel "Die Lebenserwartung von Frauen und Männern in Europa: Ursachen, Trends und regionale Muster".

Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.15 Uhr im Raum 02.18, Am Kranen 12. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.uni-bamberg.de/geo1/news/. red