Herausragende Beratungspunkte in der jüngsten Kleinsendelbacher Gemeinderatssitzung waren die Installation einer Ladesäule und die Festlegung einer Prioritätenliste für die Ortsstraßensanierung.
Zunächst informierte der Klimaschutzbeauftragte Dominik Bigge die Gemeinderäte über die Neuerungen in der Förderkulisse zum Betrieb einer Ladesäule. Neu daran ist demzufolge, dass die Fördermittel über Bundesmittel bereitgestellt werden und der Standort der Ladesäule frei wählbar ist. Bei einer Förderung durch den Bund könnte Kleinsendelbach die Ladesäule ohne weitere Kosten sechs Jahre lang betreiben. Abhängig vom Standort müsste die Gemeinde aber für die Errichtung rund 1500 Euro investieren.


"Wir vergeben uns nichts"

In der folgenden Diskussion taten sich die Räte schwer, sich zur E-Mobilität zu bekennen. "Wer fährt denn schon ein Elektrofahrzeug?", so Gemeinderat Michael Kellner (Dgem).
Er könne sich nicht vorstellen, "dass in Kleinsendelbach Elektroautos zum Laden halten". Armin Fuchs (UWK) hingegen hat keinen Zweifel daran, dass die Zahl an Elektrofahrzeugen steigen werde: "Wir vergeben uns nichts, wenn wir uns an der Ladeinfrastruktur beteiligen." Der Standort wurde an der Mehrzweckhalle festgelegt.
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung damit, einen entsprechenden Vertrag mit dem Ladesäulenbetreiber N-Ergie Nürnberg abzuschließen. Die Vertragsdauer soll sechs Jahre nicht überschreiten. Mehrheitlich stimmten die Räte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu.
Zum Thema der Ortsstraßensanierungen erläuterte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) noch einmal den Sachverhalt. Bereits im Juni 2016 fand demnach eine Ortsbegehung mit Gemeinderatsmitgliedern und einem Verantwortlichen der Firma Tauber Bau statt, in der die Beteiligten die Schäden an den Dorfstraßen in Augenschein genommen wurden. Jetzt sollte eine neue Prioritätenliste für Straßenunterhaltungsmaßnahmen frühzeitig aufgestellt werden, um diese für den Haushalt 2017 zu berücksichtigen.
Die aufgrund der Witterung im vergangenen Jahr nicht ausgeführten Ausbesserungen sollten baldmöglichst ausgeführt werden und sukzessive jene Straßen, die Schäden aufweisen, in eine neue Prioritätenliste aufgenommen werden.


Nicht in die Liste

Vom Antrag auf Erstellung eines Straßenzustandskataster bat Bürgermeisterin Werner abzusehen, da die Verwaltung nicht die nötigen Kapazitäten dafür habe. Außerdem wisse doch ohnehin jeder Kleinsendelbacher Gemeinderat, welche Straßen einer Ausbesserung bedürfen.
Der Hinweis, die Kanaldeckel an die Straßendecke anzupassen, wurde ebenfalls aufgenommen und wird im Haushalt Berücksichtigung finden. Der Aufwand soll auf das Maß sparsamer Reparaturen beschränkt bleiben. Straßen, die ohne Erneuerung der Asphaltdecke nicht wirtschaftlich saniert werden können, sind in die Liste nicht mit aufzunehmen.
Einstimmig beauftragten die Räte Bürgermeisterin Werner und die Verwaltung damit, die notwendigen Detailabsprachen mit den Straßenbaufirmen vor Ort zu treffen.