Der Alltag im Anker-Zentrum Oberfranken hält besonders für die jüngsten Geflüchteten viele Belastungen bereit. "Die beengte Wohnsituation, die Ungewissheit, wie es weitergeht - darunter leiden die Kinder", berichtet Christine Schoierer in einer Pressemitteilung. Deshalb engagiert sie sich als Verantwortliche des vom Verein Freund statt fremd initiierten Spielzimmers im Anker-Zentrum. In einer Wohnung auf dem ehemaligen US Army-Gelände können die Kinder spielen, basteln und miteinander Spaß haben.

Derzeit wird Schoierer von zwei Erzieherinnen und zwei Lehrerinnen ehrenamtlich unterstützt. Außerdem helfen Studenten der Uni Bamberg sowie der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik im Spielzimmer mit. In den Ferien fallen die jungen Leute jedoch aus. Eine umfassende Betreuung der Kinder - von 14 bis 16 Uhr an jedem Werktag - ist dann nur schwer realisierbar.

Umso mehr würde sich Christine Schoierer über Unterstützung durch ehrenamtliche Betreuer freuen. "Die wichtigsten Voraussetzungen sind Geduld und Empathie." Zu den Aufgabenbereichen gehören auch Streitschlichten und die Überwachung der Spielzimmer-Regeln. "Vor allem aber wollen wir für die Kinder eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen." Für die Sommermonate sucht das Spielzimmer Helfer, die sich verpflichten, mehrmals pro Woche im Spielzimmer zu arbeiten. Dafür steht auch etwas Geld zur Verfügung. Interessierte können sich unter E-Mail spielzimmer@freundstattfremd.de melden.

Auch das E.T.A.-Hoffmann-Theater und das Musikzentrum Bamberg engagieren sich im Rahmen des Projekts "Unser Trick - Musik" des Deutschen Orchesterverbands für die Kinder des Anker-Zentrums. Saskia Botzner, Theaterpädagogin des Theaters, leitete die Proben für ein Märchenstück. Die Premiere fand am 22. Mai statt. red