Auf der 26. Kreisjungtierschau des Kreisvereins Coburger Rassekaninchenzüchter am vergangenen Wochenende in der Ausstellungshalle des Kleintierzuchtvereins Großwalbur standen rund 200 Kaninchen in 30 Rassen zur Begutachtung. In der herbstlich geschmückten Halle begrüßte Kreisvorsitzender Peter Hänel die Züchter, insbesondere die Jugendlichen sowie den Bezirksvorsitzenden Bernd Polster und den Bezirksjugendleiter Jürgen Neubauer. Die Politikprominenz ließ sich entschuldigen, dazu zählte auch Schirmherr Jürgen W. Heike.
Hänel bedankte sich bei den Hausherren Reiner Hetz und Uwe Taubmann dafür, dass sie die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatten, sowie bei allen Helfern und Ausstellern, ohne die eine Schau nicht stattfinden könnte.
Die unterschiedlichsten Rassekaninchen, die zwischen vier und acht Monaten alt sind, wurden präsentiert. Die Bewertung der Tiere hatten am Vortrag Matthias Vohburger, Horst Völker, Günter Preiß und Peter Hänel vorgenommen und bestätigt, dass die Tiere fit sind.
Kreisjugendleiterin Christine Hänel freute sich insbesondere darüber, dass ein Drittel der Tiere von jugendlichen Züchtern stammte. Mit der Ausstellung sollte das Interesse der Kinder und Jugendlichen an der Kleintierzucht geweckt werden - wie das auch einst bei Max Reißenweber geschehen ist, der sich über seinen ersten Erfolg freuen konnte. Mit Begeisterung erzählte der Jugendliche, wie er zum Kaninchenzüchten gekommen sei. Früher hätten seine Oma und er nur ein paar Kaninchen zum späteren Essen aufgezogen.


Vom Essen zum Züchten

Aber nachdem er in den Tageszeitungen von Ausstellungen der Kleintierzüchter gelesen habe, habe er zusammen mit seiner Oma die Ausstellung in Creidlitz besucht und danach mit dem Züchten begonnen. Mit zwei Häsinnen und einem Rammler der Rasse "Kleinsilber hell" begann er. Später kaufte er sich noch ein weibliches und männliches Kaninchen der Rasse "Deutscher Riese grau". Zwischenzeitlich sitzen in den Käfigen zu Hause 19 "Kleinsilber" und acht "Riesen". Frühmorgens werden die Tiere von der Oma versorgt und nach der Schule kümmert Max sich um seine Kaninchen.
Über den echten Nachwuchszüchter, der zum ersten Mal eine Schau beschickte und gleich sehr gute Bewertungen erhielt, freute sich insbesondere der Jugendleiter des Kleintierzuchtvereins Weitramsdorf, Hubert Pawlowski, in dessen Verein Max Reißenweber angemeldet ist.
Die Preisverteilung übernahm der Kreisvorstand. Pokale, Futter und Geldpreise wurden überreicht. Die beste Jugendgruppe beim Vereinswettbewerb war die des KTZV Weitramsdorf, gefolgt von Meeder und Sonnefeld; bei den Senioren ging wiederum der 1. Preis an Weitramsdorf, auf Platz zwei folgte Untersiemau und auf dem 3. Platz Großwalbur. Die besten acht Tiere bei den Jugendlichen stellten aus: Alina Zindl (Weitramsdorf), Zuchtgemeinschaft Guse (Sonnefeld), Zuchtgemeinschaft Schinzel (Weitramsdorf) und Max Reißenweber (Weitramsdorf). Bei den Erwachsenen stellte die acht besten Tiere Marven Stelzner (Weitramsdorf) aus. Es folgten Hubert Pawlowski (Weitramsdorf), Peter Hänel (Weitramsdorf), Günter Schunk (Großwalbur) und Günter Preiß (Weitramsdorf). Einen Kreisvereinspreis erhielten Günter Preiß (Deutsche Großsilber blau), Hartmut Schubert (Havanna) und Günter Schunk (Lohkaninchen schwarz). Einen Bezirksverbands-Ehrenpreis nahm Dominik Hänel (Hasenkaninchen rotbraun) in Empfang, ebenso Marven Stelzner (Kleinsilber gelb), Hubert Pawlowski (Kleinsilber hell) und mit einem Landesverbands-Ehrenpreis wurden ausgezeichnet: Thomas Schremmer (Marburger Feh), Peter Hänel (Zwergwidder schwarz) und Hubert Pawlowski (Satinkaninchen schwarz). Bei der Jugend holten sich Jannik Stadter (Helle Großsilber) und Alina Zindl (Perlfeh) einen Landesverbands-Ehrenpreis; ein Bezirksverbands-Ehrenpreis wurde jeweils ausgehändigt an Alina Zindl (Perlfeh) und Max Reißenweber (Kleinsilber hell); über einen Kreisvereinsehrenpreis freuten sich Anna und Adrian Schinzel (Blaue Wiener) und Eva Bauer (Sachsengold).
Die Kreisschau mit Kreisjugendschau findet am 19. und 20. November in Weitramsdorf im Schützenhaus statt. kagü