Während Bayernliga-Aufsteiger Erlangen-Bruck beim 0:4 gegen den neuen Spitzenreiter Würzburger FV seine zweite Pleite kassierte, hat der SC Eltersdorf nach dem Derbysieg gegen den FSV auch seine erste Auswärtshürde genommen - erneut knapp.

FSV Erlangen-Bruck -
Würzburger FV 0:4
Das Spiel war noch keine zwei Minuten alt, da waren die guten Vorsätze der Brucker Makulatur. Benjamin Schömig schoss aufs Tor, Marco Napolitano stellte sein Bein in die Flugbahn und lenkte das Spielgerät zum 0:1 ins kurze Eck (2.). Danach behielten die Gäste die Spielkontrolle und ließen den Gegner nur so weit agieren, dass es nicht gefährlich wurde. In der 45. Minute der nächste Schock für Erlangen. Torwart Mathias Beck konnte einen Freistoß von Sebastian Fries nicht festhalten, der Nachschuss von Stefan Wasser wurde zur Ecke geblockt. Diese verwertete Marc Hänschke volley zum 0:2.
"Die Würzburger haben uns ganz schnell gezeigt, wie Bayernliga funktioniert. Das sah man allein an Ballan- und -mitnahme. Wir kriegen gleich am Anfang ein Gegentor, das nächste mit dem Pausenpfiff - von da an war es von der Körpersprache her schwer, ins Spiel zurückzukommen", klagte FSV-Trainer Normann Wagner. Im zweiten Durchgang sah er nur noch den WFV agieren. Das 0:3 resultierte aus Becks Befreiungsschlag, der vor den Füßen von Adrian Istrefi landete (56.). Den Schlusspunkt setzten die Gäste nach einem Konter, den abermals Istrefi einschob (82.). Nach dieser Lehrstunde in Sachen Fußball sehnt der Aufsteiger seine verletzten Spieler zurück, was jedoch noch dauert. uwke
FSV: Beck - Napolitano (65. Bantak), Hinrichs, Viereckl, Özdemir, Bauernschmitt, Zenginer (57. Roas), Drießlein, Seybold, Arapoglu, Foth (57. Basener)
SR: Treiber (Neuburg) / Zuschauer: 120

SV Erlenbach -
SC Eltersdorf 1:2
Wie beim 3:2 zum Auftakt im Stadtduell mit Bruck hat der SC mit nur einem Tor Unterschied die Oberhand behalten und weist nach zwei Spieltagen als eines von vier Teams die volle Punktzahl auf. Eltersdorf hatte eine Stunde lang die bessere Spielanlage, doch trafen die "Quecken" trotz hochkarätiger Chancen nur zwei Mal. Erlenbach kämpfte sich in die Partie und Ersatztorhüter Michael Koch musste einige Glanzparaden zeigen, um den Auswärtssieg festzuhalten.
Schon nach wenigen Sekunden war er gefordert, ehe seine Vorderleute die Kontrolle übernahmen. Bastian Herzner spielte Bruder Tobias frei, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und aus acht Metern zur Führung traf (17.). Auch für Maxi Göbhardt war Herzner Vorlagengeber. Der Ex-Forchheimer nahm den Ball volley (30.). "Da wir das 3:0 verpasst haben, wurde es nochmal spannend", sagte SC-Coach Bernd Eigner, der den knappen Sieg als etwas glücklich bezeichnete, da nur Philipp Traut per Abstauber traf (85.).
SCE: Koch - Tadic, Kind, Köhler, Fuchs, Göbhardt (83. Grinjuks), Stark (76. Röwe), Dotterweich, Bastian Herzner, Tobias Herzner, Schwesinger (61. Dipanov)
SR: Schwarzmann (Scheßlitz) / Zus.: 350