Es ist schwer auszuhalten, wenn Leute über Dinge reden, Kommentare verfassen oder sogar richterliche Entscheidungen treffen, von denen sie zumindest aus eigener Erfahrung, offensichtlich nichts verstehen. Deshalb hier eine Erfahrung: Ich fahre die Strecke von Unterschleichach nach Tretzendorf häufig mit dem Rennrad, und mir begegnen dort überwiegend Rennradfahrer. Vielleicht weil der geschotterte Weg am Waldrand für Mountainbi-ker und Tourenradler zwar attraktiv, mit schmalen Rennradreifen aber absolut nicht fahrbar ist. Mir ist auf der Straße mehrfach Unangenehmes bis Gefährliches passiert: Der Fahrer eines Sprinters zum Beispiel fuhr neben mich, schrie mich durchs offene Seitenfenster sehr aggressiv an, ich solle auf dem Radweg fahren. Nach meiner Antwort, es gebe keinen Radweg, drängte er mich nach rechts ab, so dass ich auf dem Seitenstreifen stürzte. Er lenkte so schnell und für mich unerwartet nach rechts, dass ich sein Fahrzeug mit der Schulter berührte. Ich habe mich nicht verletzt, konnte aber auch kein Kennzeichen erkennen. Wie auch immer das Radwegdrama im Aurachtal weitergeht, aus meiner Sicht sollte ein asphaltierter, auch für Rennradfahrer befahrbarer Weg, das Ziel sein.

Noch etwas: Ich bin mittlerweile Opa von zwei Enkeln. Für mich wäre es beruhigender, meine Ekel neben der Straße, auf einem Weg zu wissen, der heute ja mit einem Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist, als auf einer Schotterpiste am Waldrand. Christian Kann, Zeil