Die Stadt Ebermannstadt baut zurzeit eine neue Abwasserleitung von Burggaillenreuth nach Moggast. Hier werden die häuslichen Abwässer über das bestehende Kanalnetz der Kläranlage in Ebermannstadt zugeführt. Burggaillenreuth hat bisher im Wiesenttal unterhalb der Burg eine eigene Kläranlage.

Die circa 50 Jahre alte Scheibentauchanlage ist stark sanierungsbedürftig, so dass sich der Stadtrat von Ebermannstadt im vorigen Jahr für die endgültige Lösung, den Anschluss des Juradorfes an die zentrale Kläranlage in Ebermannstadt, entschied.

Die Gesamtlänge der Druckleitung von Burggaillenreuth nach Moggast beträgt etwa 3,1 Kilometer. Die Spülbohrung und das Einpflügen der Leitung sind fertig. Der Bau von Revisionsschächten sei von der Witterung abhängig. Wie das Bauamt der Stadt Ebermannstadt weiter ausführt, werde das Herzstück der Abwasseranlage erst im kommenden Jahr errichtet. Hierbei handelt es sich um neue Stauraumkanäle, ein Regenentlastungsbauwerk sowie eine Abwasserpumpstation.

Bis zur Fertigstellung dieser Anlagen werde das Abwasser weiterhin über die bestehende Kläranlage gereinigt. Die Ende 2021 auslaufende wasserrechtliche Genehmigung wurde deshalb vom Landratsamt Forchheim und dem Wasserwirtschaftsamt nochmals bis Ende 2022 verlängert.

Die gesamten Baukosten sind mit 1 555 000 Euro veranschlagt. Die Maßnahme wird mit 50 Prozent durch den Freistaat bezuschusst.