"Óbidos und Würzburg. Viva, viva a parceria – Es lebe unsere Partnerschaft; Halleluja" –die ersten Takte des Eingangslieds am Weltmissionssonntag zum Einzug von brasilianischen Gästen mit Bischof Franz Jung und dem Mönchskonvent ließen schon die Freude in der vollbesetzten Abteikirche spüren: Endlich wieder Weltmissionssonntag. Knapp 1500 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung in die Abtei Münsterschwarzach gefolgt, um die zehnjährige Bistumspartnerschaft von Würzburg und Óbidos zu feiern.

In der Begrüßung freute sich Abt Michael neben Bischof Franz auch über Bischof Dom Bernardo Johannes Bahlmann OFM aus Óbidos und Bischof John Ndimbo aus dem Bistum Mbinga, ebenfalls Partnerbistum von Würzburg Bischof Franz betonte, dass die Bischöfe die Sorge um die jeweilige Diözese verbinde und sie sich darin gegenseitig stützen sollten.

Festprediger war Bischof Bernardo, der zunächst an die Wurzeln der Bistumspartnerschaft erinnerte, welche die Sternschwestern Sr. Brunhilde Henneberger aus Randersacker und Sr. Joanita Sell aus Hammelburg, vor vielen Jahren als sie in die Mission gingen, gelegt hätten. Er freue sich, dass Sr. Joanita heute hier sein könne. "Die Partnerschaft ist als Gebets-, Lern- und Solidargemeinschaft gewachsen. Aus Besuchen wurden Freundschaften. Viele haben in den vergangen Jahren daran mitgearbeitet", so der Bischof weiter.

Die Bewahrung der Schöpfung stellte Bischof Franz ins Zentrum seines Grußwortes im Anschluss beim brasilianischen Mittagessen in der Egbert-Halle. Symbolisch wurde später ein Partnerschaftsbaum gepflanzt. Der Austausch miteinander seien Anliegen des Weltmissionssonntages, fasste Missionsprokurator Br. Abraham Sauer zusammen und lud die Gäste ein, sich die Angebote der Abtei und ihren Betrieben näher anzusehen.

Missionsprokura und das Weltkirche-Referat informierten über das Gastland Brasilien, ihre Arbeit und das Bistum Óbidos. Bei der Hausmesse im Fair-Handel präsentierten zahlreiche Lieferanten ihre fairen Produkte. P. Christoph Gerhard gab bei Führungen Einblicke in den regenerativen Energiepark des Klosters. Zudem zeigten sich die Klosterbetriebe mit ihren hochwertigen Produkten: Gold- und Silberschmiede, Klostermanufaktur, Klosterbäckerei, Klostermetzgerei und der Vier-Türme-Verlag. In der Klosterbuchhandlung "Buch und Kunst im Klosterhof" gab es eine Aktion für ein Projekt zur Wiederaufforstung.

Bei einer Podiumsdiskussion tauschen sich Abt Michael, Bischof Bernardo s, Ana de Lourdes (Leiterin der Pastoral und Seelsorge der Diözese Óbidos) und Vanessa Eisert (BDKJ Würzburg) unter der Moderation von Stefan Silber über die Pastoral am Amazonas aus. Die gemeinsame Vesper am Abend schloss den Weltmissionssonntag 2022, der nach zweijähriger Corona-Pause fast so viel Zulauf wie früher hatte.

Von: Julia Martin (Pressearbeit, Abtei Münsterschwarzach)