Zum Thema Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Geesdorf hat der Wiesentheider Gemeinderat seine Entscheidung getroffen. In der Sitzung wurde einstimmig festgelegt, dass das Gebäude in der Ortsmitte, auf dem ehemaligen Weingärtner-Grundstück an der Kreuzung in Richtung Kirchschönbach entstehen wird. Diesen Standort hatte Bürgermeister Klaus Köhler bereits kürzlich bei der Bürgerversammlung im Ortsteil genannt.

Die Verwaltung wartete noch auf eine Beurteilung des Landratsamtes, weil das Grundstück noch zu einem Hochwasser gefährdeten Bereich HQ 100 zählt. Von dort kam der Hinweis, dass für einen Bau keine staatliche Förderung zu erwarten seien. Der Staat fördere keine Bauten an Stellen, die durch Hochwasser gefährdet seien. Zumal in Geesdorf auch ein alternativer Standort vorliege.

Kreisbrandrat Dirk Albrecht teilte mit, er habe grundsätzlich keine Einwände gegen den Platz in der Ortsmitte. Er hatte aber darauf hingewiesen, dass für den Fall wohl keine Zuwendungen in Aussicht gestellt würden.

Markt hatte ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben

Zum Platz im Ort hatte der Markt eigens ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses stufte die Gefährdung dort als unbedenklich ein. Man könne die Bauweise des Feuerwehrhauses entsprechend anpassen, dass das Gebäude trotzdem zu nutzen sei, hieß es.

Die Verwaltung gab zu bedenken, dass allein die Erschließung des Alternativstandorts am neuen Sportplatz 195.000 Euro kosten würde. Die Förderung für den Neubau belaufe sich auf 63.500 Euro. Der Neubau in der Ortsmitte sei als wirtschaftlichere Lösung zu bevorzugen.

Das sahen die Gemeinderäte genauso. Hans Müller (Bürgerblock) merkte an, dass man mit dem Verzicht auf die Förderung nicht mehr an alle Richtlinien gebunden sei. Man könne den Bereich für die Feuerwehr auf das Erdgeschoss beschränken und im Dachgeschoss ein bis zwei Wohnungen einrichten. Andreas Laudenbach (Pro Wiesentheid/CSU) stimmte für diese "abgespeckte, einfache Bauweise." Man solle zügig und mit der Ortswehr gemeinsam planen, wünschte er.

Jugendtreff: Vorschläge von Anwohnern berücksichtigt

Voran geht es bei zwei weiteren Baumaßnahmen der Gemeinde. So informierte Bürgermeister Köhler, dass zum Neubau des Jugendtreffs in Wiesentheid ein Treffen mit den Anwohnern stattfand. Im Entwurf habe man nun auch deren Vorschläge mit berücksichtigt. Unter anderem werde der Baukörper näher an den Kapellenweg rücken. Als nächster Schritt muss nun der bestehende Bebauungsplan geändert werden, der dort einst ein Altenheim vorsah.

Beim künftigen neuen Kindergarten im Lindachsgraben wurde der Plan nun nach den zuletzt beratenen Vorgaben des Gemeinderates geändert. Diese sahen unter anderem vor, dass im Obergeschoss zwei Wohnungen mit vorgesehen werden. Das Gremium stimmte dem vorgelegten Entwurf zu, als nächstes wird der Bauplan fertig gestellt und bei den erforderlichen Behörden zur Genehmigung eingereicht.