Sie gingen den "Sieben-Schmerzen-Weg" Mariens, über den die Pilger und Wallfahrer ankommen im Gnadenort "Maria im Sand. Und für die Dettelbacher Senioren ist es ein vertrauter Weg dorthin und zum Friedhof.

Bei herrlichem Wetter und dem schönen Ausblick aufs Maintal, bei den ersten Stationen begleitet von Kindern im Kindergarten hielt die Gruppe, stellvertretend auch für viele, die nicht mitgehen konnten an jeder der sieben Stationen inne. Emotional und wieder realistisch um das eigene Leben im Leben der Gottesmutter zu reflektieren. Da war zu Beginn die Prophezeiung des Simeon im Tempel, dieses Schwert, das die Seele durchdingt. "Nimm dein Kind und flieh". Die Suche nach dem Kind. Der kreuztragende Sohn und unter dessen Kreuz stehen. Die Mutter mit dem toten Sohn im Schoss und die Grablegung des Kindes. "Mit der Mutter weinen" viele Eltern in der Sorge um ihre Kinder, und doch, auf diese Mutter schauen und ihren Umgang mit den Situationen als Lebenshilfe zu erfahren, gab den Dettelhacher "Senioren-Walleut" Trost und Kraft und so sangen sie sich, auf der Orgel unterstützt von Rita Selzam, in der Wallfahrtskirche so manche trüben Gedanken von der Seele:" Macht der Kelch der Leiden, unser Los auch schwer. Wandle sie in Freuden durch der Liebe Meer. Himmelsmutter, segne mich, Ich bitte dich, o segne mich, Mutter, innig bitt' ich dich, o segne, segne mich".

Diakon Lorenz Kleinschnitz, unterstützt von den Seniorenkreisleiterinnen Irene Stockmann und Doris Reinlein, der die Gruppe mit Gebeten und Impulsen begleitete, wies auf die Besonderheit im Gnadenort hin. Der achte Schmerz "Jesus verlässt sein Elternhaus" den Schmerz des Loslassens, nicht nur, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Loslassen von Vertrautem, neben der Einsamkeit vielleicht einer der größten Schmerzen von uns "Älteren" so der Diakon i.R., darauf zu achten, sich nicht dabei eine gute Zukunft zu verbauen. Nach so viel "Geistigem" ging es weiter in geselliger Runde im Winzerhof Reinfelder bei Kaffee und Kuchen, Abendessen und "an saudumma Geschmarr" von Paul Hartmann und Rita Heussner mit heimischen Episoden als Überraschung. Hat uns wieder gut getan, so alle, die dabei waren.

Von: Lorenz Kleinschnitz (Ansprechpartner, Seniorenkreis Schwarzach am Main)