Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch Kritik an dem ein oder anderen Weihnachtsbaum, der in der Gemeinde Seinsheim aufgestellt ist. Insbesondere aus Iffigheim und Tiefenstockheim habe sie sich einiges anhören müssen, berichtete Bürgermeisterin Ruth Albrecht.

"Die Weihnachtsbäume sind nicht aus dem Katalog", betonte die Bürgermeisterin. Außerdem verfüge die Marktgemeinde nicht über ein Equipment, das es ermögliche, noch größere Bäume zu holen. "Wir haben keinen Kran", verdeutlichte sie.

Auch könne man zu dieser Jahreszeit wegen der Witterung nicht an alle Stellen im Wald gelangen. Unterstützung von Bürgern sei jederzeit willkommen. "Wer motzt, darf im nächsten Jahr gerne einen Baum spenden." Albrecht wies zudem darauf hin, dass im Wald der Klimawandel angekommen sei.

In Iffigheim werde sich im nächsten Jahr der Feuerwehrverein um den Baum kümmern. Dort will man schon im Vorfeld einen geeigneten Baum ausfindig machen. In Tiefenstockheim sei der Baum in diesem Jahr gespendet worden, informierte Carina Weismüller. Es rege sich aber immer jemand über das Aussehen auf. Dabei stehe der Baum doch nur rund sechs Wochen.

Kein Bocksbeutelexpress nächstes Jahr

Am Ortsende Richtung Bullenheim oder Iffigheim könnten irgendwann einmal kleine Baugebiete entstehen. Aber auch in den Innenorten der vier Ortsteile will die Gemeinde sich nichts verbauen. Deshalb traf der Marktgemeinderat nun Vorbereitungen zum Erlass von Vorkaufsrechtsatzungen.

Die von der Verwaltung für Seinsheim, Tiefenstockheim und Wässerndorf vorgesehenen Bereiche fanden Zustimmung im Ratsgremium. Für Iffigheim soll auf Vorschlag von Marktgemeinderat Christian Sämann noch ein weiterer Bereich Richtung Wässerndorf in die Fläche mitaufgenommen werden. Jetzt arbeitet die Verwaltung die entsprechenden Satzungen aus.

Wegen der Sperrung der Bahnlinie Nürnberg-Würzburg werde im nächsten Jahr kein Bocksbeutelexpress fahren. Mit einem länger dauernden Ersatzverkehr verärgere man nur die Gäste, berichtete Albrecht. Negativ habe sich das Neun-Euro-Ticket auf die beliebte Freizeitlinie ausgewirkt. Für neun Euro seien die Leute lieber nach Berlin gefahren als in das Weinparadies. Die, die die Linie sonst genutzt hätten, hätten dieses gemieden, weil die Züge zu voll waren.

Wer künftig in Seinsheim meint, schneller als erlaubt fahren zu müssen, für den könnte es teuer werden. Nach Auswertung der Daten aus den mobilen Messstationen bleibe nur die Möglichkeit, dass geblitzt werde. "Es muss wohl erst einmal einige erwischen", bedauerte Albrecht.