Das Forum des Gymnasiums Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid (LSH) war nach coronabedingter Zwangspause wieder Veranstaltungsort für den Neujahrsempfang der Schule. Bereits nach kurzer Zeit waren die geladenen Gäste während des zu Beginn stattfindenden Sektempfangs in angeregte Gespräche vertieft und man konnte spüren, wie sehr sich die Schulfamilie darüber freute, endlich wieder persönlichen Kontakt zu haben. Diese und folgende Informationen sind einer Pressemitteilung der Schule entnommen.

Die große Verbundenheit zeigte sich auch dadurch, dass viele ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Förderinnen und Förderer der Schule gekommen waren. Der Neujahrsempfang fand in diesem Jahr zusammen mit der Sing- und Musikschule Steigerwald statt. Die Kooperation zwischen Musikschule und Gymnasium besteht schon seit vielen Jahren und wurde bei diesem Anlass ebenso gefeiert wie das 75-jährige Bestehen des Gymnasiums und die Gründung der Musikschule vor 40 Jahren.

Ein Sambatanz zur Begrüßung

Den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs eröffneten die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Musikschule. Die Kinder der musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Lina Dambrauskaite-Huber präsentierten mit großer Freude ihren Sambatanz. Anschließend begrüßten die Leiterin der Musikschule Monika Klüpfel, LSH-Schulleiter Achim Höfle und Bürgermeister von Wiesentheid, Klaus Köhler, die Gäste. Auch die stellvertretende Landrätin Doris Paul überbrachte Grußworte. Aufgelockert wurde dies durch zahlreiche hörenswerte Beiträge der Schülerinnen der Musikschule. Zunächst zeigte Eva Fehlbaum ihr Können an der Gitarre. Klara Wehr und Luisa Götz überzeugten mit einem Tango am Klavier. Das Blockflötenensemble „Newcomer“ mit Klara Wehr, Mira Liebald, Conny Müller, Mathilda Schneider und Louisa Kuhnert spielte unter der Leitung von Irmela Goldbach-Rummel zum Tanz auf.

Der ehemalige Schulleiter des LSH, Georg Endres, berichtete über die schwierigen Anfänge der Schulgründung vor 75 Jahren und skizzierte die Geschichte des Steigerwald-Landschulheimes. So lag zu Schulbeginn zunächst noch keine staatliche Genehmigung vor und in der Nachkriegszeit fehlte es an Schulmaterial und selbst an Unterrichtsräumen. Daher fand der Unterricht zunächst in einer Gastwirtschaft statt und die Zeugnisse wurden von Hand geschrieben. Viele Schülerinnen und Schüler mussten auch weite Schulwege bei Wind und Wetter mit dem Rad zurücklegen. All dies nahmen sie aber gerne in Kauf, da sie einfach froh waren, wieder eine Schule besuchen zu können.  

Anekdoten aus dem Unterrichtsalltag

Über ihre Zeit am Landschulheim erzählten die ehemalige Schülerin Barbara Becker (Landtagsabgeordnete), Klaus Köhler, Uwe Fischer, Albert Eckstein sowie die Schülerin Salma Elkashty und der Schüler Arby Kreß wundervoll lebhaft, humorvoll und sehr persönlich, zum Beispiel über ihre ersten Eindrücke von der Schule, den Unterrichtsalltag und die vielen Schul- und Internatsveranstaltungen. Die Schulmusikantinnen und -musikannten, bestehend aus Lehrkräften des LSH, rundeten diese Beiträge mit einem schwungvollen Lied ab, dessen Text Evi Semle eigens zu diesem Anlass verfasst hatte. Die Leiterin der Sing- und Musikschule, Monika Klüpfel, stellte anschließend den Werdegang der Musikschule dar. Die professionelle und hochklassige Darbietung der Musiklehrerinnen Gisela Schneider an der Violine und Monika Klüpfel am Violoncello beendete den offiziellen Teil.

Auch wenn die Gebäude des Gymnasiums in den vergangenen 75 Jahren mehrfach umgebaut und erneuert wurden und sich vieles an beiden Schulstandorten verändert hat, zeigte sich an diesem Abend jedoch deutlich, welch hohe Wertschätzung und Verbundenheit die ehemaligen Schülerinnen und Schüler ihrer Schule entgegenbringen.